Ausstellung: Was bewegt das Land? . Die letzten Vorarbeiten für die ungewöhnliche Schau im September starten.

Von Ulla Kremsmayer. Erstellt am 31. Juli 2020 (03:42)
Historiker Herbert Kovacic, Soziologin Petra Wejwar, Anthropologin Pamela Klena-Pail sowie Grünen-Kulturstadtrat Martin Sommerlechner.
Kremsmayer

Banner mit Sprüchen wie „Das Pferd wird es immer geben, das Auto ist nur eine Modeerscheinung“ oder „Die Groß-Enzerdorfer stammen von überall her, nur nicht aus Groß-Enzersdorf“ erregen derzeit einige Aufmerksamkeit, ebenso wie aus Holz geschnittene Figuren, die die Herkunft aus längst vergangenen Tagen erahnen lassen. Sie geben einen ersten Vorgeschmack für eine Ausstellung namens „Was bewegt das weite Land?“, die im September starten wird.

Zur Zeit bewegt sie vor allem auch einige ehrenamtliche Historiker, denn jetzt muss die Ausstellung wirklich bald fertig werden. Eigentlich hätte die ungewöhnliche Schau schon im Juni in der ehemaligen Kantine der Tiefkühlfabrik ARDO eröffnen sollen, doch der coronabedingte Shutdown machte die Verschiebung auf den Herbst notwendig.

Neben einem witzigen Film über den Weg der Karotte durchs Marchfeld oder die Geschichte des Autos wird es auch einen Blick in die Migrationsströme über die Zeit hinweg geben, denn die Spuren der Besiedlung reichen bis in die Frühsteinzeit.

Ein Überblick der Migrations- und Klimageschichte spannt einen Bogen von der Urzeit über die mittelalterliche Landnahme durch die Bayern, den Zuzug aus den Kronländern, den Stadtflüchtern im 20. Jahrhundert bis zu den Ausläufern der jüngsten Asylströme. Ein Blick in die Zukunft schätzt die Bevölkerungszahlen in 30 Jahren. Ebenso werden neue Erkenntnisse zum Bau des Donau-Oder-Kanals oder zum Flugfeld Aspern gezeigt.

In die Ausstellung sollen aber auch die Besucher ihr Wissen einbringen. Fragen wie „Und woher stammen Sie?“ können zur Erforschung der Stadtgeschichte beitragen. Quizfragen wie „Wer baute den Donau-Oder-Kanal?“ werden zu schönen Preisen wie einem kostenlosen Gentest verhelfen.

Kulturstadtrat Martin Sommerlechner über die Ausstellung: „Wir möchten etwas machen, das die Leute wirklich zum Nachdenken anregt, das kann auch aufregen!“