Das Stadtl plant für 2022. Groß-Enzersdorf: Die Vorbereitungen für die Landesausstellung laufen auch in der Stadt bereits an: Hildegard-von-Bingen-Park, Lehrpfad sowie Museum sind angedacht.

Von Ulla Kremsmayer. Erstellt am 28. Dezember 2020 (05:19)
Planung für die Landesausstellung: Die Mühlleitner operieren für ihr Naturraumprojekt allerdings noch mit Ideen aus dem Internet. Im Bild: Ein angedachtes Beispiel für ein Kunstobjekt mit Naturbezug.
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Das Programmpaket für die bevorstehende Landesausstellung 2022 stand zwar nicht ganz hinten auf der Tagesordnung der Gemeinderatssitzung, doch die Diskussion um die Windkraft hatte sie fast zugedeckt. Es ist gar kein so kleiner Brocken, den sich die Gemeinde da vorgenommen hat.

Insgesamt 400.000 Euro wurden veranschlagt, die Hälfte der Mittel soll vom Land Niederösterreich kommen. Die Wunschliste ist lang, viele Titel wurden bemüht, um dem Thema der Landesausstellung „Natur erleben grenzenlos“ gerecht zu werden: Der Stadtpark soll zum Hildegard-von-Bingen-Park werden, das allein schlägt schon mit 170.000 Euro zu Buche. Dazu kommt ein Naturerlebnisraum am Rande der Au in Mühlleiten, wo Kunstobjekte und Natur ineinanderfließen sollen. Das Projekt wird mit etwa 90.000 Euro veranschlagt.

Auch das „Dokanderl“, das ehemalige Badbuffet am Donau-Oder-Kanal, könnte eine Auferstehung feiern: Das Haus aus den 1960er-Jahren könnte unter dem Titel „Baden bildet“ revitalisiert und als kleines Museum für die Geschichte und die Natur des Donau-Oder-Kanals fungieren, Kostenpunkt: rund 60.000 Euro. Ein Mittelalterhaus wird unter dem Titel „Leben mit und gegen die Natur“ entstehen. Das Haus war eigentlich als Kulisse für einen Film über die Freisinger, die bayrischen Herren von Groß-Enzersdorf, angedacht und könnte nun „in echt“ gebaut werden – Mehrkosten zur Kulissenkonstruktion von 50.000 Euro – und als Teil des Lehrpfades rund um die Stadtmauer zu einer Zeitreise einladen.

Zudem soll dieser Geschichtslehrpfad auch in die Katastralgemeinden ausgedehnt werden. Mehr als Überschriften sind das alles bei genauerem Hinsehen allerdings nicht – ein Gesamtkonzept ist jedenfalls noch schwer erkennbar.