Familie betrieb große Drogenplantage: Haft. Um Lokal finanziell flottzubekommen, begann Familie „Gras“ anzubauen: Aus Notlage wurde über Jahre lukratives Geschäft.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 26. Februar 2019 (08:13)
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Richterin Xenia Krapfenbauer verhängte über das Familientrio Gefängnisstrafen.
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Als Lokalbesitzer in Wien in die roten Zahlen gerutscht, beschloss ein Ehepaar (66- und 68-jährig) aus Groß-Enzersdorf im Jahr 2013, durch die Aufzucht von Cannabispflanzen und mit dem anschließenden Verkauf der Blüten, sich aus der prekären Finanzmisere zu retten. Beim Aufbau der Plantage im Keller des Wohnhauses in Groß-Enzersdorf half der 35-jährige Sohn des Ehepaares tatkräftig mit.

Aus dem anfänglichen Zusatzverdienst, um finanziell über die Runden zu kommen, wurde letztlich die Haupteinnahmequelle der Familie: Die Pflanzen gediehen prächtig und bis zur Festnahme des Trios im November vergangenen Jahres hatte das Familienunternehmen über 80 Kilogramm an Cannabisblüten erzeugt und zu einem Kilopreis von rund 4.700 Euro verkauft.

Hauptabnehmer gab Cannabis-Quelle preis

Mit dem florierenden Drogengeschäften war es aber vorbei, als einer der Hauptabnehmer bei der Polizei die Bezugsquelle der Cannabisblüten preisgab. Für das bislang unbescholtene Trio setzte es unbedingte Freiheitsstrafen: Der Sohn muss vier Jahre und das Elternpaar je drei Jahre hinter Gittern absitzen.