Floriani wurde bei Flurbrand verbrüht. Während der Löscharbeiten an einem Flurbrand schoss plötzlich heißes Wasser aus dem Pumpenraum. Ein Feuerwehrkamerad wurde im Hand- und Bauchbereich verletzt.

Von Redaktion NÖN.at. Erstellt am 31. Juli 2018 (17:56)
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Bei einem Feuerwehreinsatz am vergangenen Montag überschlugen sich die Ereignisse dramatisch. Ein Maschinist wurde während der Löscharbeiten mit kochend heißem Wasser verbrüht und musste mit dem Hubschrauber abtransportiert werden.

Die Vorgeschichte: Landwirtschaftliche Helfer hatten kurz vor 14 Uhr beim Windschutzgürtel an der Grenze zu Oberhausen durch eine Unachtsamkeit, ein kleines Feuer entfacht. Durch die heißen Temperaturen der letzten Tage hatte das trockene Unterholz sofort Feuer gefangen. Es begann an mehreren Stellen gleichzeitig zu brennen. Die Flammen griffen sogar auf Kompostiergut über, das auf der anderen Seite des Windschutzgürtels gelagert war.

Die Arbeiter verständigten sofort die FF-Bezirksalarmzentrale. Die Silberhelme aus Groß-Enzersdorf informierten die Kollegen aus Oberhausen über den Flurbrand, der Einsatzleiter musste noch zusätzliche Feuerwehren aus Raasdorf und Rutzendorf anfordern.

Die Löscharbeiten waren bereits in vollem Gang, als plötzlich ein Floriani laut aufschrie. Mit extrem hohen Druck war aus dem Pumpenraum des Einsatzfahrzeugs plötzlich kochend heißes Wasser herausgeschossen. Der Kamerad wurde im Hand- und Bauchbereich verbrüht.

Schnell bauten die Einsatzkräfte einen provisorischen Schattenspender auf und speziell ausgebildete FF-Mitglieder kümmerten sich sofort um den Verunfallten. Kurze Zeit später landete der alarmierte Rettungshubschrauber, die Crew der „gelben Engel“ bereitete den Verletzten für den Flug vor und transportierte ihn ins Spital.

Anschließend konnten die Löscharbeiten fortgesetzt werden. Mit Schnittschutzbekleidung wurden alle hohlen, glosenden Bäume angesägt, mit einem Radlader zu Boden gedrückt und abgelöscht.

Der Maschinist befindet sich mittlerweile auf dem Weg der Besserung und darf das Spital demnächst wieder verlassen. Die Ursache des technischen Gebrechens konnte bisher noch nicht geklärt werden.