Frischemarkt bietet bunte Vielfalt aus der Region. Sabine und Markus Alena-Niemann bieten am Groß-Enzersdorfer Frischemarkt Gemüse an, das sie selbst auf ihrem kleinen Betrieb ohne Traktor und schweres Gerät ernten.

Von Ulla Kremsmayer. Erstellt am 05. September 2020 (05:08)
Sabine und Markus Alena-Niemann zeigen ihr farbenprächtiges Gemüse, derzeit vor allem Paradeiser – auch einige alte Sorten von Sabines Oma.Kremsmayer
Kremsmayer

Am Frischemarkt am Samstag sticht neuerdings ein kleines Standl mit besonders buntem Gemüse hervor. Die Süße der Paradeiser ist fast greifbar, die Vielfalt der vielen alten Sorten bestechend. Auch die Gesichter der Verkäufer sind vielen bekannt, es sind Sabine und Markus Alena-Niemann vom Schloss Sachsengang, die sich da neuerdings unter die Gärtner gemischt haben.

Markus Niemann kannte man als den Entwickler des Gemüsekistls vom Adamah in Glinzendorf, „bis ich mich selbst wegrationalisiert habe“. Nun versucht sich das Paar als „Marktgärtner“ mit einem kleinen Betrieb mit nur einem halben Hektar, bei dem bewusst auf Traktor und große Geräte verzichtet wird.

Und statt nach einer Vergrößerung der Betriebsfläche zu streben, soll die Vielfalt und Produktivität erhöht werden, um den lokalen Markt direkt zu versorgen. Denn das Ziel sei es, das Gemüse innerhalb der Gemeinde Groß-Enzersdorf direkt an die Verbraucher zu verkaufen.

„Noch sind wir in der Experimentierphase“, so Alena-Niemann, aber es mache beiden große Freude, in der Natur zu arbeiten und die Früchte der Arbeit zu ernten. Vorerst wird das Gemüse jeden Freitagnachmittag in der Gärtnerei und am Samstagmarkt verkauft. Vielleicht kommt irgendwann auch ein Kisterl dazu.

Anfang Oktober soll es jedenfalls ein schönes Hoffest auf dem Schloss geben, wo sich alle hier ansässigen Betreibe – von Bruder Georg Niemanns Keramikwerkstatt bis Martin Ringhofers Schmiedewerkstatt – präsentieren werden.