Gefahr: Pilzbefall setzt Esche zu. Die Forstverwaltung säubert derzeit Baumbestände im Raum Groß-Enzersdorf. Problem: Befallene Holzriesen drohen umzustürzen.

Von Ulla Kremsmayer. Erstellt am 22. Februar 2017 (04:44)
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Viele Eschen mussten wegen Pilzbefalls bereits gefällt werden.

Ein hartnäckiger Pilz (zu deutsch: das falsche weiße Stängelbecherchen) bedroht derzeit die Eschenbestände in ganz Österreich. Einige Auwälder, etwa in Korneuburg, mussten bereits aufgrund der Gefahr von umstürzenden Bäumen gesperrt werden.

Auch im Raum Groß-Enzersdorf wird im Bereich der Wege von der Wiener Forstverwaltung bereits heftig gesäubert. Denn der Laie erkennt – vor allem im Winter, wenn man nicht die gelichteten Kronen ausmachen kann – nicht, wann ein Baum befallen ist. Das große Problem dabei: Ein kontaminierter Holzriese kann ohne Vorwarnung – auch bei Windstille – umstürzen, weil der Pilz in die Äste und Wurzeln eindringt und diese zersetzt.

Tun kann man gegen den eingeschleppten Pilz nichts – es bleibt nur eine Möglichkeit: gesunde, resistente Bäume ausmachen und diese vermehren. In der Initiative „Esche in Not“ untersuchten das Bundesforschungszentrum für Wald sowie die Universität für Bodenkultur diese Option schon seit 2007 intensiv.

Seit 2015 wird auf die Unterstützung der Bevölkerung gesetzt, die gesunde Bäume melden soll. Denn hat man eine widerstandsfähige Pflanze gefunden, wird diese für die Neuanlage von Samenplantagen vermehrt.