Georg Grund-Groiss: „Arbeitslose inspirierten“. Georg Grund-Groiss erzählt von seinem demnächst erscheinendes Buch.

Von Ulla Kremsmayer. Erstellt am 26. Oktober 2019 (04:40)
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Der designierte AMS-Leiter Georg Grund-Groiss liest im Kotter ausseinem neuen Buch „Arbeit undGerechtigkeit“.
Kremsmayer

Der designierte AMS-Leiter stellt sein Buch „Arbeit und Gerechtigkeit“ im Kotter vor. Sein erster offizieller Auftritt wird erst im November in Gänserndorf stattfinden. In Groß-Enzersdorf wird er schon am 23. Oktober im Kotter aus seinem Buch „Arbeit und Gerechtigkeit“ lesen.

Grund-Groiss wohnt schon seit fast dreißig Jahren in Groß-Enzersdorf: Ihn hat die Liebe zur hiesigen Tierärztin, Trixi Grund, ins Stadtl geführt. Anfang der 90er-Jahre leistete er hier nach dem Studium den Zivildienst ab und diente danach noch einige Zeit ehrenamtlich beim Roten Kreuz. Dann, nach der Ankunft von zwei kleinen Söhnen, hieß es pendeln. Er baute zuerst die Callcenter des AMS auf und war hernach gut zehn Jahre AMS-Leiter in Wiener Neustadt.

"Ich freu mich sehr darauf"

Und jetzt die Heimkehr. „Ich freu mich schon sehr darauf“, sagt er. Er sei zwar auch sehr gern in Wiener Neustadt gewesen, aber durch das tägliche Pendeln bleib auch sein Privatleben auf der Strecke.

Die Idee für dieses Buch hätten ihm die Kunden geliefert, meint er. „Die Arbeitslosen sind echte Philosophen, die stellen oft die existenziellen Fragen zur Gerechtigkeit in der Gesellschaft. Da habe ich als gelernter Philosoph dann die alten Philosophen bemüht, um diese Fragen zu beantworten. Was würde Aristoteles zu Hartz IV oder ‚Sozialhilfe neu‘ sagen?“

Das Buch wurde sogar im Radio und in den großen Tageszeitungen diskutiert. Zahlreiche AMS-Mitarbeiter hat es berührt. Viele wollten auch über das Alltägliche hinaus denken, über die kleinen Maßnahmen hinweg. „Der Beruf ist mir zur Berufung geworden, auch wenn das hochtrabend klingt, die Arbeit ist mein Leben.“

Jetzt soll es darüber hinausgehen: „Ich will nicht nur zu beruflichen Terminen im Bezirk fahren, sondern am Leben in der Region teilhaben.“