Gestrandet: Zirkus sitzt fest

Erstellt am 17. Dezember 2021 | 05:02
Lesezeit: 2 Min
Zirkus
Sänger Michael Morgen (r.) hat eine Ladung voll Heu organisiert, Marcellino Heilig (M.), der junge Zirkusdirektor, bringt die Ballen ins Zelt, TV 21 filmt mit.
Foto: Ulla Kremsmayer
Der in Augsburg ansässige Zirkus „Candy“ ist in Groß-Enzersdorf gestrandet. Artisten bitten um Spenden für die Tiere. Chefin Jamaine Spindler blickt in düstere Zukunft.
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Als die NÖN am Gelände des gestrandeten Zirkus „Candy“ vorbeikommt, wird gerade Heu abgeladen. Sänger Michael Morgen hat für die Tiere des Zirkus via Facebook zum Sammeln aufgerufen und mit den Spenden einen großen Wagen voll Heu geordert. Marcellino Heilig, der junge Zirkusdirektor, chauffiert die Ballen ins Zelt. TV21, Freunde des Sängers, filmt mit.

Zirkuschefin Jamaine Spindler ist derweil bei den eindrucksvollen Kamelen und Ponys, unterwegs. Heute sind viele Besucher mit Kindern gekommen, um die Tiere anzuschauen und mit Karotten zu füttern.

Weihnachtszirkus war geplant, ist aber abgesagt

Der jüngst eröffnete Christbaummarkt in der unmittelbaren Nachbarschaft bringt auch Laufkundschaft, die Spenden werden dankbar angenommen. Die Artisten bitten indes vor den Supermärkten um Spenden für die Tiere. Der in Augsburg ansässige Zirkus ist in Groß-Enzersdorf gestrandet und wird auch nach Ende des Lockdowns sein Zelt nicht öffnen dürfen, der geplante Weihnachtszirkus ist abgesagt.

Die weiteren österreichischen Standorte haben abgewunken. „Bitte jetzt nicht!“, hört Jamaine aus den Gemeindestuben. In Groß-Enzersdorf ist der Zirkus hingegen weiter geduldet und muss sich eben mit Spenden über die Runden retten: „Wir müssen das schaffen“, seufzt Jamaine, Umsatzersatz wolle sie nicht beantragen, sie müsste einen etwaigen Vorschuss in Deutschland ja zurückzahlen. Und: „Der nächste Lockdown ist schon angesagt.“

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