Grüne Busfahrt mit Bürgern. Öko-Partei präsentierte Kandidaten und neue Visionen bei Busfahrt.

Von Ulla Kremsmayer. Erstellt am 11. Januar 2020 (04:01)
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Die Grünen setzen sich für einen Gemeindebus ein. Doch sie haben auch andere Visionen, die sie bei einer Aktion präsentierten. 
Kremsmayer

Es war nicht nur eine Busfahrt durch die Katastralgemeinden: Der von den Grünen zur Kandidatenpräsentation angeheuerte Bus zeigte auch die möglichen Routen und Fahrpläne eines künftigen Gemeindebusses. Das Motto der Aktion „Steig ein, fahr mit und lerne deine Kandidaten kennen“ lockte zahlreiche Gäste.

Die Kosten sind berechnet, Grünen-Spitzenkandidat Andreas Vanek ist bereits jetzt Klima- und Verkehrsstadtrat. Bisher sei man in der Diskussion noch an den Kosten gescheitert, es führe aber, so die Grünen, kein Weg daran vorbei, wolle man den Verkehr klimafreundlicher machen. Vanek kann bereits mit ein paar Erfolgen in der Gemeinde auftrumpfen – dass jeder 26A nach Groß-Enzersdorf fährt, geht ebenso auf sein Konto wie der nun fertig werdende Radweg nach Oberhausen als Start für ein Radwegenetz oder der Ausbau des Busbahnhofes, der ebenfalls noch heuer starten soll.

"Miteinander setzen, bei dem niemand auf der Strecke bleibt"

Auch Grünen-Stadtrat Martin Sommerlechner hat bereits seine Meriten von Geschichtsaufarbeitung, Konzertreihen, bis hin zum gemeinsamen Adventmarkt. Er will sich weiter für eine offene pluralistische Kultur der Gesellschaft einsetzen.

Neu im Team und daher mit im Bus: Margit Huber, die sich schon öffentlichkeitswirksam gegen die Lobau-Autobahn oder für die Flüchtlingshilfe eingesetzt hatte. Nun will sie „Grün-Enzersdorf“ stark machen und die Stadt klimawandeltauglich begrünen und beschatten. Außerdem will Huber aber auch auf soziales „Miteinander setzen, bei dem niemand auf der Strecke bleibt“.

Auf Platz vier folgt Peter Comhaire, der Ö-Greissler, der sich für Jobinitiativen und Start-ups in der Region einsetzen will, ebenso wie für Gemeinschaftsnutzungen von E-Cars, Büros oder Werkstätten. „Ich will helfen, zukunftsfähige Jobs zu schaffen, denn wer nicht pendelt, schont das Klima und kann das Leben länger genießen.“

Die junge Umweltauditorin Martina Schreiner, sie organisierte die erste Friday-for-Future-Demo im Stadtl, folgt auf Platz fünf der Liste. Sie wünscht sich viele „Green Jobs“, viele Geschäfte mit regionalen Produkten und eine Gemeinde, die auf Rad und Öffis setzt. „Meine Freizeit verbringe ich am liebsten in der Natur, diesen Luxus will auch künftigen Generationen ermöglichen“, sagt sie. Auf den weiteren Plätzen folgen Christine Medwed, die sich für ein Nachtflugverbot einsetzt sowie Christian Klotzner, der auch seinen Kindern zuliebe einen kleinen ökologischen Fußabdruck hinterlassen will.