Konzept für Mobilität soll vor Lärm und Staub schützen. Um in Groß-Enzersdorf mehr Klimafreundlichkeit zu garantieren und die Bürger vor Lärm, Staub und Schadstoffausstoß besser zu schützen, wurde ein Wiener Planungsbüro engagiert.

Von Ulla Kremsmayer. Erstellt am 13. September 2021 (05:28)
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Grünen-Stadtrat Andreas Vanek freut sich über die einstimmigen Beschlüsse zur Erstellung des Mobilitätskonzepts.
Ulla Kremsmayer

Wie kann man es sich schöner und ruhiger machen in Groß-Enzersdorf, an Orten wie dem Hauptplatz die Aufenthaltqualität erhöhen und nicht zuletzt die Klimaerwärmung stoppen? Ein Mobilitätskonzept muss her. „Da der Verkehr derjenige Treiber der Klimakatastrophe ist, der – im Gegensatz zu anderen – noch immer steigende Tendenz hat, ist ein Mobilitätskonzept ein wichtiger erster Schritt“, so Grünen-Mobilitätsstadtrat Andreas Vanek.

Für klimafreundliche Mobilität solle mehr Raum geschaffen werden und die Bürger auch vor Lärm, Staub und Schadstoffausstoß besser geschützt werden. „Plätze im öffentlichen Raum sollen wieder zum Verweilen einladen“, so Vanek über die Zielsetzungen des Konzeptes.

Analyse durch Beobachtung neuralgischer Punkte

Die Ausschreibung für die Auswahl eines Planungsbüros sei sehr umfangreich gewesen. Nach entsprechenden Hearings wurde mit dem Wiener Planungsbüro Schneider ein Partner gefunden, der schon einige Flaniermeilen im Referenzköcher hat. Zuerst soll durch Verkehrszählungen, Geschwindigkeitsmessungen und Beobachtung neuralgischer Punkte, wie etwa Schulen, eine Mobilitätsanalyse erstellt werden. In der Folge sollen Vorschläge erstellt und mit der Bevölkerung diskutiert werden.

„Wichtig sind dann vor allem die konkreten Handlungsempfehlungen, die auch nach rechtlichen Kriterien umsetzbar sein müssen“, so Vanek. Aber punktuelle Vorschläge habe es immer wieder gegeben, hätten aber nicht die Auswirkungen auf das Gesamtsystem berücksichtig und seien daher wieder in der Schublade verschwunden.

„Daher wird jetzt der Mut des Gemeinderates gefordert sein, nicht allen werden die notwendigen Veränderungen gefallen.“ Aber immerhin gebe es jetzt einmal für die Erstellung des Konzeptes einstimmige Beschlüsse, freut sich Vanek.