Kunden(un)freundlichkeit: Beschwerde bei der Post. Viele Bürger beklagen den Umgangston der Mitarbeiter.

Von Ulla Kremsmayer. Erstellt am 11. September 2019 (04:33)
Kremsmayer
Die Postfiliale ist gut besucht. Trotzdem fühlen sich viele Kunden nicht gut behandelt.

Andreas P., ein Unternehmer aus Groß-Enzersdorf, kann es nicht fassen. Als er letzte Woche in der Postfiliale fünf Minuten vor Geschäftsschluss eine Nachforschung eines EMS-Pakets einleiten möchte, wird er von der Filialleitung einfach weggeschickt. „Für dich mach ich sicher keine Überstunden, komm um 14 Uhr noch einmal!“, erinnert sich der Unternehmer. Dabei habe er bereits seit 11.30 Uhr in der Filiale gewartet.

Es war nicht das erste Mal. Bereits im Februar des heurigen Jahres hatte sich der Stadtler wegen eines ähnlichen Vorfalls online beschwert. Auf Facebook bekannte die Post öffentlich: „Wir haben die Leitung der betroffenen Filiale über den Vorfall informiert, damit so etwas nicht wieder vorkommt.“ Doch geändert hat sich offenbar nichts. „Wäre es ein Bäcker, so würde ich die Bäckerei wechseln, bei der Post kann ich das nicht“, ärgert sich der Kunde.

Zahlreiche Beschwerden auch auf Facebook

Auf Facebook häufen sich die Beschwerden, ein weiterer Kunde wurde um 17.45 Uhr an eine andere Postfiliale verwiesen. Ein weiterer Kunde kritisiert: „Wenn man etwas benötigt, werden die Augen verdreht und pampige Antworten gegeben.“ Auch die NÖN-Mitarbeiterin wurde schon mit „Jetzt aber nimmer!“ weggeschickt und mit dem Anliegen, ein Sparbuch aufzulösen, sogar zur Postfiliale nach Aspern weiterverwiesen, die versicherte, auch die Stadtler hätten dies selbst erledigen können.

Der Pressesprecher der Post, David Weichselbaum, meint dazu im Gespräch mit der NÖN: „Die Kollegin hat ein Fehlverhalten an den Tag gelegt und es gab bereits ein Gespräch mit der Mitarbeiterin, weitere werden folgen. Wir wollen, dass die Kunden zufrieden sind.“

Man hofft, dass zukünftig auf mehr Kundenfreundlichkeit gesetzt wird.