Lesung über die fremde Heimat nach Kriegsende

Profil-Autor Herbert Lackner erzählte in Groß-Enzersdorf von Lebensgeschichten von geflüchteten Juden, die nach dem Zweiten Weltkrieg zurückgekehrt waren.

Erstellt am 14. Oktober 2021 | 05:50
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Zeitgeschichte im Kotter: Herbert Lackner (r.) signierte sein Buch „Rückkehr in die fremde Heimat“ und versprach angesichts des großen Interesses wiederzukommen – gemeinsam mit Altbundespräsident Heinz Fischer, dessen Lebenserinnerungen er aufzeichnete.
Foto: Ulla Kremsmayer

Von Anfeindungen gegenüber jenen, „die ja den Krieg nicht mit erleben mussten“, es sich „im Exil gemütlich gemacht“ hätten oder ihr Eigentum zurückhaben oder wieder gute Posten besetzen wollten, berichtete Herbert Lackner – darunter Karl Farkas oder Bruno Kreisky.

Auch die unrühmliche Rolle, die einige Politiker der Nachkriegsära spielten, wurde beleuchtet und das Zitat des damaligen Innenministers Oskar Hellmer (SPÖ) „Ich bin dafür, die Sache in die Länge zu ziehen“ illustriert.

Die Buchhandlung Alexowsky hatte einen Tisch aufgestellt, wo Lackners Bücher zum Thema „Von der Flucht der Dichter und Denker“ bis zur „Rückkehr in die fremde Heimat“ angeboten wurde.