Parcours für Bogensport gesucht. Fans der beliebten Sportart sehen die Steinbühelau als „ideales Gelände“ an. Die Stadtgemeinde fürchtet Nutzungskonflikt.

Von Ulla Kremsmayer. Erstellt am 18. Juni 2021 (04:39)
Bogenparcours
Zum Fototermin für den Bogenparcours kam ein gutes Dutzend Bogensportfans, um für die Projektidee zu werben. In der Bildmitte auch die beiden Proponenten des Parcours in der Steinbühelau, Helmut Steiniger und Konrad Breuer.
Kremsmayer

„Die Steinbühelau ist das ideale Gelände für einen Bogenparcours“, zeigen sich die beiden begeisterten Bogenschützen Helmut Steiniger und Konrad Breuer überzeugt von ihrem Projekt. „Ein wenig frequentiertes Augebiet am Rande der Lobau mit alten Gräben, Freiflächen und Wald – hier könnte in wunderschöner Parcours für den Bogensport entstehen.“

Es sollte gelernt, trainiert und genossen werden. Gleich von Anbeginn der Projektidee haben sich viele Bogensportfans gemeldet, „an die 70 Mitglieder hätten wir vom Fleck weg“, so Steiniger. Der Bogensportparcours wäre auch eine tolle Bereicherung für Mühlleiten, ist der ehemalige Gastronom überzeugt. Er würde viele Besucher nach Mühlleiten locken. Doch da schient auch der Haken des Projektes zu sein.

„Es könnte leicht zu Konflikten kommen“

Die Steinbühelau gehört der Stadtgemeinde Groß-Enzersdorf, das Areal ist zur Jagd verpachtet und Teil des Nationalparks. „Da könnte es leicht zu einem Nutzungskonflikt kommen“, zögert Bürgermeisterin Monika Obereigner-Sivec, die den Vorschlag gerade mit den diversen Stellen sondiert hat. „Wir haben viel Skepsis erfahren“, sagt sie.

Die Idee sei ja schön, der Bogensport boome, aber das Gelände scheine vielen ökologisch zu sensibel. Zudem müsste der kleine Ort Mühlleiten noch mit einigem zusätzlichen Verkehr rechnen. Es gebe wenig Möglichkeiten, anders als mit dem Auto anzureisen. „Wir suchen aber eigentlich nach einem alternativen Ort für die Idee“, schließt die Stadtchefin.