Philipp Schatten ist der neue Arzt für das Stadtl. Philipp Schatten ist seinem Vater, einem bekannten Chirurgen, wie aus dem Gesicht geschnitten und ordiniert seit einiger Zeit in Groß-Enzersdorf.

Von Ulla Kremsmayer. Erstellt am 02. September 2017 (04:48)
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Philipp Schatten mit seiner Mutter Claudia, die auch seine Assistentin und Ordinationshilfe ist.
Kremsmayer

Herzlich empfängt der junge Herr Doktor in seiner Ordination. Viele Frauen aus der Umgebung kennen sie, ist sie doch auch die Anlaufstelle für den weithin bekannten Gynäkologen und Uni-Professor Christian Schatten, dem Vater von Philipp Schatten. Und dem ist der Junior fast wie aus dem Gesicht geschnitten.

Schon sehr früh wusste Philipp, dass er, wie sein Vater, Arzt werden wollte. Das Studium hat er flott hinter sich gebracht und er fand eine Praktikum-Stelle in der Privatklinik von Hanno Millesi, dem vor kurzem verstorbenen Doyen der plastischen Chirurgie. „Das war wie ein großes Geschenk“, sagt Philipp Schatten, der große Professor weckte seine Leidenschaft, er wusste nun, welche Richtung er einschlagen wollte. Millesi gab ihm auch die entscheidenden Ratschläge für seine weiteren Schritte.

Schatten machte seine Facharztausbildung für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie am Universitätsklinikum St. Pölten. Die Ausbildung beendete er vor zwei Jahren, jetzt ist der 37-Jährige bereits Oberarzt und stellvertretender Abteilungsleiter.

Schatten baut Brust nach Krebs-OP auf

Als Konsiliararzt wird Schatten auch nach Mistelbach und in andere Spitäler geholt, etwa wenn es darum geht, nach einer Brustkrebsoperation, die amputierte Brust gleich in „einem Aufwaschen“ wieder aufzubauen.

Und jetzt macht er die ersten Schritte mit seiner Privatordination. Das alles ist mit viel Arbeit und langen Pendlerwegen verbunden. Dabei ist Philipp Schatten ein in Groß-Enzersdorf fest verwurzelter Familienmensch, seinen Schreibtisch zieren Familienfotos, seine Mutter Claudia ist seine Assistentin und Ordinationshilfe, seine Schwester modelt für die Pressefotos, doch für eine eigene Familie hat die Zeit noch nicht gereicht. „Das ist bisher unter die Räder gekommen. Derzeit hab ich nur einen Hund“, lacht er. Auch für die nächste Zeit ist viel Aufbauarbeit im Stadtl angesagt.

Ob Groß-Enzersdorf das richtige Pflaster für einen Schönheitschirurgen ist? „Ja natürlich“, meint er, „das Interesse im Marchfeld und Umgebung ist schon jetzt groß.“