Reinhard Wachmann im Einsatz für die Gastronomen. Reinhard Wachmann von den NEOS forderte kürzlich öffentliche Schanigärten in Groß-Enzersdorf.

Von Ulla Kremsmayer. Erstellt am 01. April 2021 (04:20)
Reinhard Wachmann von den NEOS fordert öffentliche Schanigärten in Groß-Enzersdorf.
Kremsmayer, Kremsmayer

Reinhard Wachmann, Neo-NEOS Gemeinderat in Groß-Enzersdorf, zeigte jüngst eine neue Initiative für die Gastroszene und brachte dafür auch einen Dringlichkeitsantrag in die Gemeinderatsitzung ein. Er will öffentliche Schanigärten – etwa im Stadtpark, am Kirchenplatz oder am Anton-Krabichler-Platz.

Wachmann meint: „Es braucht einen smarten Zugang, um dem Gastro-Sterben und der Frustration vorzubeugen.“ Man brauche „öffentliche Schanigärten, um auch jene Gastronomen zu unterstützen, die keinen eigenen Schanigarten haben“. Ansonsten würden weitere Betriebe aus dem Stadtbild verschwinden. Und zudem muss, laut Wachmann, den Menschen nach einem Jahr der Krise wieder ein Stück Freiheit zurückgegeben werden.

Ein Konzept soll ausgearbeitet werden

„Bei der letzten Gemeinderatssitzung habe ich einen Antrag eingebracht, der den Ausschuss für Wirtschaft & Tourismus zur Ausarbeitung eines Konzeptes beauftragt.“ Viele Betriebe hätten bereits im Herbst Konzepte ausgearbeitet und in notwendige Sicherheitsvorkehrungen investiert. Doch der Antrag wurde abgelehnt, denn „die vielen Betriebe“ sieht ÖVP-Wirtschaftsstadträtin Dagmar Förster nicht: „Da ist vielleicht ein einzelner Betrieb, der keinen Schanigarten hat.“ Gemeint sei das Lokal „Trotzdem“ – und für einen einzelnen Wirt brauche man keinen öffentlichen Schanigarten und auch kein Konzept. Wachmann kontert, es könnte durchaus auch andere Wirte mit einem zu kleinen Schanigarten geben, in dem die notwendigen Abstände nicht eingehalten werden können. Er selbst habe aber tatsächlich nur mit dem „Trotzdem“ geredet.

„Wenn man einen Schanigarten samt Anschlüssen und Kochmöglichkeiten fix hinstellen soll, kostet das Unsummen“, so Förster, „das sind Beträge, die derzeit in der Gemeinde gar nicht vorhanden sind.“ Auch in der Bundeshauptstadt Wien, woher die Idee ja stamme, sei man „noch am Raufen“. Sie plädierte hingegen für eine Verlängerung der Förderung für Schanigartenbesitzer – die Schanigartengebühr wird als Förderung zurückgegeben. Dies wurde einstimmig beschlossen.