Stadtl kommt bald ins Kino

Erstellt am 23. September 2022 | 05:57
Lesezeit: 2 Min
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Filmpremiere in der Kirche: Filmemacherin Anita Lackenberger mit SPÖ-Bürgermeisterin Monika Obereigner-Sivec, Grünen-Kulturstadtrat Martin Sommerlechner und Pfarrer Arkadiusz Borowski.
Foto: Ulla Kremsmayer
Anita Lackenberger dokumentierte in „Landnahme“ die Kolonialisierung in NÖ. Gedreht wird auch in Groß-Enzersdorf.
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Filmemacherin Anita Lackenberger hat sich ins Marchfeld und in Groß-Enzersdorf verliebt: „Eine faszinierende Region, in der große Geschichte geschrieben wurde“, schwärmt sie. Und die Gemeinde sei ihr sehr entgegengekommen, sie fände sehr gute Drehbedingungen vor und die Unterstützung der Bevölkerung sei groß.

Nach einigen Filmen für den ORF hat sie sich nun an einen Kinofilm gewagt: „Landnahme“ heißt er und erzählt die Geschichte der bayrischen Kolonialisierung im heutigen Niederösterreich, die Ausdehnung der Ostgrenze auf die March. Der Film überzeugt nicht nur mit schönen Bildern, sondern auch mit einer Fülle von Informationen. Historiker aus Freising, Groß-Enzersdorf, aber auch aus Mähren und Ungarn kommen zu Wort. Wer genau hinsieht, erkennt auch einige Einheimische, die als alte bayrische Eroberer, mährische Bauern oder magyarische Hirten ins Bild rücken.

Der Hausbau der frühen bayrischen Siedler an der Groß-Enzersdorfer Stadtmauer für den Film wird auch eine Nachnutzung erfahren. Hier sollte nicht nur ein mittelalterliches Fest zur Filmpremiere stattfinden, sondern auch späterhin frühmittelalterlicher Alltag erlebbar gemacht werden.

Das Regenwetter hat das Premierenfest vereitelt. Die Filmpräsentation in der Stadtpfarrkirche war aber sehr stimmungsvoll – und bei Feuerflecken vor der Kirche konnte man sich hernach doch noch aufwärmen.

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