VP-Stadtrat Gottfried Rotter entmachtet. René Hefler zieht für die Volkspartei in den Gemeindevorstand ein. Sein Vorgänger in dieser Position, Gottfried Rotter, muss wieder zurück in die zweite Reihe.

Von Ulla Kremsmayer. Erstellt am 20. Dezember 2017 (03:47)
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Der ehemalige VP-Stadtrat Gottfried Rotter ist nur noch „normaler“ Gemeinderat.
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Offiziell ist es wegen der bevorstehenden Wirtschaftskammerwahlen, die Gottfried Rotter zu wenig Zeit ließen, als Stadtrat und Klubobmann zu fungieren. Daher der Tausch. Doch die Rochade wird von Insidern anders kommentiert – freilich ohne sich öffentlich zu outen. Von fehlender Diplomatie und rücksichtlosem Kampfmodus Rotters ist die Rede, die jede Zusammenarbeit mit den Regierungsfraktionen erschwere, auch von unüberbrückbaren Antipathien und folgenden Fraktionierungen innerhalb der Partei hört man.

Der stets polternde, aber gut vorbereitete Rotter muss also schnell wieder in die zweite Reihe zurücktreten – er war erst vor zwei Jahren in Gemeinde- und Stadtrat eingezogen. So manche sehen seinen raschen Aufstieg im Rückblick als Fehler. Jedenfalls wird Stadtparteiobmann René Hefler jetzt beide Funktionen übernehmen.

Bürgermeisterin bleibt vorsichtig abwartend

SP-Bürgermeisterin Monika Obereigner-Sivec sieht die bevorstehende Zusammenarbeit mit der VP unter Hefler zwar positiv, bleibt aber vorsichtig abwartend – werden doch auch jene weiterhin im Gemeinderat vertreten sein, die stets für brutale Showdowns während der Sitzungen sorgen. Und die auch nicht davor „zurückschreckten, Gemeindemitarbeiter herunterzumachen“ und gemeinsam Vorbereitetes zu zerpflücken, wie sie zu bedenken gibt.

Denn Rotter will als Gemeinderat und Ortsparteiobmann von Oberhausen „eine mahnende Stimme gegen Missstände und politische Unzulänglichkeiten sein“. Das heißt, Rotter wird sich im Gemeinderat weiterhin kräftig zu Wort melden.