Wiedereröffnung: Sorgen in Schulen und Gasthäusern. Aufsperren, aber wie? Gemeinde und Gastronomie müssen Hürden überwinden.

Von Ulla Kremsmayer. Erstellt am 14. Mai 2020 (04:43)
Die Gastronomen sind schon bei den Vorbereitungsarbeiten, räumen gut ein Drittel der Sessel und Tische beiseite, messen Abstände nach und instruieren die Mitarbeiter – wie Bäcker und Cafetier Othmar Müller.
Kremsmayer

Emsige Vorbereitung für Schulen und Kindergärten wie auch für die Gemeindestube. Probleme gibt es etwa im Kindergarten am Weinling. Maximal sieben Kinder dürfen in einer Gruppe sein, es gibt vier Gruppen und auch nur vier Räume. „Wem sage ich, er soll sein Kind nicht bringen, wenn wir doch alle betreuen sollen?“, fragt SP-Bürgermeisterin Monika Obereigner-Sivec.

Auch die Schulen kämpfen mit der Umsetzung der Hygienevorschriften im neuen Alltag, der nächste Woche beginnen soll, ebenso die Mitarbeiter des Gemeindeamtes, das bald wieder aufsperren wird.

Ein großer Schritt wird die Öffnung der Gastronomie sein. Bäcker Othmar Müller hat harte Wochen mit über 60 % Umsatzeinbußen hinter sich. Nicht nur der Kaffeehausbetrieb ist weggefallen, auch die Zulieferung für Hotellerie und Gastronomie sowie Jausenlieferungen sind weggebrochen. Jetzt fiebert er dem Neustart entgegen; die Mitarbeiter, die in Kurzarbeit waren, ebenso. Viele Stammkunden haben sich gemeldet. „Wir werden wieder voll durchstarten. Ich freue mich wirklich schon auf die Gäste“, bekräftigt Müller.