Geimpftes Ehepaar berichtet: „Vertrauen dem Jaukerl“. Brigitte und Edmund Fabian aus Groß-Schweinbarth ließen sich Serum gegen Covid-19 verabreichen – und hoffen auf viele Nachahmer.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 18. März 2021 (03:50)
Edmund und Brigitte Fabian beim Interviewtermin. Das lebensfrohe Ehepaar hat bereits die zweite Teilimpfung bekommen. Nebenwirkungen gab es keine. Beide sehnen eine Rückkehr zur Normalität herbei.
Mauritsch, Mauritsch

Meldungen über Impfstoffknappheit, Nebenwirkungen oder auch Chaos bei der Anmeldung sind beherrschende Themen dieser Tage. Die NÖN wollte wissen, wie es den Menschen geht, die schon gegen Covid-19 geimpft sind. Gab es Bedenken vor der Impfung und wie fühlen sie sich jetzt?

Brigitte und Edmund Fabian sind etwas über 80 Jahre alt und lebensfrohe Menschen mit einer großen Familie und einem noch größeren Freundeskreis. Vorige Woche bekamen sie die zweite Teilimpfung. Das NÖN-Interview fand zwei Tage später statt.

„Ich verlasse mich auf die Zulassungsstellen. Die werden sicher nichts machen, was schlecht für uns ist. Wie soll ich als Laie das auch beurteilen?“ Brigitte Fabian, Bürgerin aus Groß-Schweinbarth

„Wir hatten keine Nebenwirkungen, nicht einmal irgendwas“, berichtet Brigitte Fabian. Für beide war von Anfang an klar, dass sie sich impfen lassen. Auch die Familie hatte dies unterstützt, Bedenken gab es keine. Die quirlige Frau hat Vertrauen in die Expertise der Experten: „Ich verlasse mich auf die Zulassungsstellen. Die werden sicher nichts machen, was schlecht für uns ist. Wie soll ich als Laie das auch beurteilen?“ Die Impfung erfolgte in Gänserndorf, alles habe sehr gut funktioniert. „Vielleicht sieht das unsere Generation anders. Wir sind als Kinder geimpft worden, da hat keiner gefragt, das war einfach so“, sagt Brigitte Fabian.

Angst, sich anzustecken, hatte Fabian auch vorher nicht. „Die Familie war und ist sehr vorsichtig. Als sich letztens ein Familienmitglied mein Auto ausgeborgt hat, ist einer an einem Ende der Küche und der andere am anderen Ende gestanden. Das ist eine komische Situation, daran werde ich mich nie gewöhnen“, berichtet Fabian.

Noch hat sich daran nichts geändert, zu gering die die Durchimpfungsrate – in der Bevölkerung und natürlich in der Familie.

„Wir erwarten uns, dass sich die sozialen Kontakte hoffentlich bald wieder normalisieren“, äußert Fabian klare Vorstellungen. Die Diamantene Hochzeit im November 2020 blieb ohne große Feier. Das Ehepaar wollte dies im Frühjahr nachholen. Derzeit schaut es aber noch nicht danach aus.

Hoffnung auf ein nahendes Ende von Kontaktbeschränkungen schwingt dennoch mit. „Wir alle freuen uns schon sehr auf ein normales gesellschaftliches Leben. Unsere Kartenrunde macht schon Pläne. Sogar was beim ersten Treffen aufgetischt werden soll, ist schon Thema“, ist Fabian voller Vorfreude – auch wenn das wohl noch dauern wird. Das Ehepaar Fabian wurde übrigens mit Biontech/Pfizer geimpft.