Kandidatenliste: 38:1 für die ÖVP. Während die Türkisen aus dem Vollen schöpfen können, geht für die örtlichen Roten nur Sandra Groiss ins Rennen.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 18. Januar 2020 (04:41)
In der maximalen Teamstärke von 38 Personen mit sehr vielen neuenGesichtern – so präsentieren sich die VP-Kandidaten mit der amtierenden Bürgermeisterin Marianne Rickl an der Spitze für die Gemeinderatswahl. Der Kurs soll fortgesetzt werden.
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Die seit einer Periode amtierende VP-Bürgermeisterin Marianne Rickl tritt mit der Maximalanzahl der möglichen Kandidaten zur Gemeinderatswahl an. 38 Personen finden sich auf der Liste, darunter sehr viele junge Menschen. Hier schlägt wohl die sehr starke JVP-Ortsgruppe durch. Im Rahmen einer – durchaus gut besuchten – Präsentation hatten Altgediente und der Nachwuchs Gelegenheit, ihre Motivation darzulegen.

Mit Sonja Gruber, Jahrgang 1994, findet sich gleich auf Platz sechs eine der Neuen an wählbarer Stelle. Die anderen Positionen von eins bis elf sind mit bewährten Mitgliedern des Gemeinderates besetzt. Gertrude Bürbaum, Bankangestellte, Mitglied „Wir NÖinnen“ und bekannte Organisatorin der Bühne-Veranstaltungen, möchte die Präsenz der Gemeinde im kulturellen Bereich noch weiter ausbauen.

Mit Christian Brunner ist es gelungen, einen „Neo-Groß Schweinbarther“ – er ist vor zwei Jahren zugezogen – für die aktive Gemeindearbeit zu begeistern. Er möchte seine Fachkenntnis im Immobilienbereich einbringen. Thomas Unger, Jahrgang 1995, sieht sich als Bindeglied zwischen Jugend und Bürgermeisterin.

VP-Lob an einzige SPÖ-Kandidatin

VP-Obmann Hannes Hautzinger, auf Platz vier gereiht, sprach die besondere Ausgangslage bei der Wahl mit nur einer Kandidatin auf der SP-Oppositionsliste an: „Ich freue mich, dass Sandra Groiss bereit ist, sich weiterhin zu engagieren und im Gemeinderat mitzuarbeiten.“ Um dann wahlwerbend darauf hinzuweisen: „Nur mit einer Stimme für unser Team stellen Sie sicher, dass die Gemeinderatssitze nicht leer bleiben, sondern mit engagierten Menschen besetzt sind.“

Rickl setzt wie in den letzten fünf Jahren auf ein starkes Miteinander. Großprojekte wie der Neubau des Feuerwehrhauses und die Neugestaltung des Hauptplatzes samt Sanierung des Arzthauses zur Sicherstellung der ärztlichen Versorgung stehen an. Ebenfalls muss entschieden werden, wie mit dem Gemeindeamt vorgegangen wird, das alte Haus ist alles andere als zeitgemäß.

Dazu kommen Renovierungsarbeiten am Friedhof und Urnengräber. Ziel ist auch, mehr Betriebe im Ort anzusiedeln. Bauplätze sind Dauerthema, hier soll Bauland in der Hörstadt geschaffen werden. Ein Herzens-Projekt für Rickl ist die Attraktivierung von Hofkeller und Meierhof samt dazugehörigem Gastronomieangebot.

Die VP hält derzeit zehn Mandate, die SP liegt knapp dahinter mit neun Sitzen, tritt aber (wie berichtet) nur mit einer Kandidatin an. Das bedeutet, dass alle anderen Mandate, die sich bei der Wahl für die SP ergeben würden, unbesetzt bleiben.