Kater hatte sich verlaufen: Happy End für "Xsi". 19 Jahre alte Samtpfote kam nicht von Erkundungstour zurück und sorgte für Beunruhigung bei Besitzerin aus Groß-Schweinbarth. „Xsi“ wurde zum Glück gefunden und hat sich mittlerweile erholt.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 13. Dezember 2020 (03:50)
Methusalem-Kater „Xsi“ bettet nach einem ausgiebigen Mittagessen seine alten Knochen auf ein weiches Katzenbett.
Mauritsch

Es ist fast eine Vorweihnachtsgeschichte, die Irrwege des Katers „Xsi“ und ihr glücklicherweise gutes Ende. Die Samtpfote hätte ihren Freiheitsdrang fast mit dem Leben bezahlt. Jetzt ist sie wieder zuhause und am Weg der Besserung. Kater „Xsi“ ist 19 Jahre alt, ein Katzenmethusalem. Dies hielt ihn allerdings bis vor einigen Wochen nicht davon ab, im Garten bei gutem Wetter seine Runden zu drehen. Weitere Erkundungstouren waren aufgrund seines Alters und seiner X-Hinterbeine (daher auch sein Name) nicht drinnen.

Spätestens zur Futterzeit am späten Nachmittag stand er verlässlich vor der Terrassentüre seiner Besitzerin, einer NÖN-Reporterin. Vor gut drei Wochen passierte es – „Xsi“ war verschwunden. Mit der Taschenlampe suchte seine Besitzerin alle bekannten Liegeplätze ab, aber von der Seniorenkatze keine Spur. „Ich war schon sehr beunruhigt, die Katze ist alt, sieht und hört nicht mehr sehr gut“, schildert die Reporterin. Alle Nachbarn wurden kontaktiert und ersucht nachzuschauen. Vielleicht wurde die Katze versehentlich irgendwo eingesperrt. Fehlanzeige.

Nach vier Tagen Suche kam endlich der erlösende Anruf! Kater „Xsi“ saß rund einen halben Kilometer von seinem Wohnort entfernt vor einer Eingangstüre und wartete geduldig auf ein Öffnen. Das Problem dabei – es war eben nicht die Eingangstüre seines Zuhauses und noch dazu ein Rohbau. Erst am Wochenende wurde er dort auch gefunden. Die aufgrund ihres Alters nicht gerade dicke Katze war noch dünner und dehydriert.

Etliche Sitzungen bei der Tierärztin für Infusionen und Tabletten gegen die Entzündung waren nötig. „Xsi“ nahm nur kleine Portionen Katzenmilch an, an feste Nahrung war nicht zu denken. Doch tierärztliche Kunst, liebevolle Betreuung sowie aufmunterndes Zureden und der Lebenswille des Fellbündels trugen Früchte. „Xsi“ frisst wieder.

Er hat sich erholt und hält ausgiebige Schläfchen auf weichen Fellpolstern. Eine tierische Vorweihnachtsgeschichte eben. Nur raus darf er jetzt nicht mehr.