Groß-Schweinbarth

Erstellt am 14. Januar 2017, 04:07

von Edith Mauritsch

„Minis“: Die jungen Diener des Herrn. Die NÖN stattete dem Ministrantenteam der Pfarre einen Besuch ab.

Ein Teil der Sternsinger bei den Vorbereitungen zum Auszug in die Gemeinde. Letzte Anweisungen kommen von den elterlichen Begleitpersonen, die Verbreitung der Frohbotschaft ist bestens organisiert.  |  Mauritsch

Das Ministrantenteam der Pfarre präsentiert sich in respektabler Stärke, 21 junge Menschen tun Dienst an und in der Kirche. Vier davon sind Akolythen, sie haben also bereits das Sakrament der Firmung erhalten und dürfen direkt am Altar arbeiten. Dieser Tage steht das Sternsingen am Programm.

Franziska Regner ist neun Jahre alt und macht den Ministrantendienst gerne – auch wenn sie sonntags früh aufstehen muss. Auch für Katharina Frank stehen Spaß und Gemeinschaft im Vordergrund: „Alle meine Freundinnen sind auch dabei.“ Das Kirchenjahr gibt den Rhythmus der Tätigkeiten vor, in den „Ministunden“ werden die Messen organisiert.

Einmal im Jahr gibt es einen gemeinsamen Ausflug, so voriges Jahr zum Eis-Greißler oder auch nach Mariazell. Dort durften die „Minis“ in der großen Basilika ministrieren, für viele ein eindrucksvolles Erlebnis. Katharina Marko (12) bringt es auf den Punkt: „Wir unternehmen eben gerne etwas zusammen.“ Fixpunkt ist auch der Adventmarkt, Selbstgebasteltes findet dort meist reißenden Absatz. Manchmal ist das Elternhaus Einfluss gebend auf den Ministrantendienst der Kinder, zumindest bei Maximilian Preisinger scheint es so: „Mama war auch schon ministrieren.“ Hohe kirchliche Feiertage stehen bei den „Minis“ hoch im Kurs. „Bei großen Messen sind so viele Menschen in der Kirche, da kann man auch mehr machen“, ist Lauren Rech für Festtagsmessen motiviert.

Dechant Messer als „Hahn im Korb“

Halt und Stütze des „Miniteams“ ist Waltraud Unger, die gemeinsam mit Vera Weingast, Silvia Marko, Marianne Marko und Susanne Heftner den Kindern zur Seite stehen und für die notwendige Organisation sorgen. Einziger Mann in der Runde ist Dechant Bernhard Messer. Übrigens ist auch die Ministrantenschar durchwegs weiblich, gleich zwei Drittel sind Mädchen.

Jetzt ist es gleich soweit, die Kinder ziehen bunte Umhänge über dicken Winterjacken an, die vier Sternsingergruppen formieren sich. Eine wichtige Aufgabe kommt dem Sternträger zu – so wie Leonie Unger, die mittlerweise sehr konzentriert aus all den Kleiderschichten schaut. Damit kann auch ich schon etwas für die Allgemeinheit tun“, so die Neunjährige.