Raser in Siedlung „Am Weidenbach“ werden gebremst. Gemeinderat beschloss 30er-Zone in der Siedlung „Am Weidenbach“ und der "Matznersiedlung" auf allen Straßen.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 10. Oktober 2020 (04:31)
VP-Bürgermeisterin Marianne Rickl in der Jägergasse, eine der Gemeindestraßen, die bald 30er- Zone sein wird. Ein Großteil der Anrainer sprach sich dafür aus.
Mauritsch

Gleich 19 Punkte standen auf der Agenda der Septembersitzung des Gemeinderates. Für die Anrainer der Matzner Siedlung und der Siedlung „Am Weidenbach“ erfreulich ist der Beschluss einer 30er-Zone auf allen Gemeindestraßen. Weiters fielen Beschlüsse zu einem regionalen Wertstoffsammelzentrum, zum Umstieg auf eine Pelletsheizung für das Arzthaus und das zukünftige Gemeindeamt sowie für die Straßensanierung Mühlschüttel.

Schon beim Grundstückskauf bekundeten viele Bauwerber in der neuen Siedlung „Am Weidenbach“ den Wunsch nach einer 30er-Zone. Entsprechende Stimmen gab es ebenfalls von den Bewohnern der angrenzenden Matzner Siedlung. Die Gemeinde führte eine Umfrage durch, wobei von 34 angeschriebenen Haushalten 28 teilnahmen. Davon befürwortete der überwiegende Teil, nämlich 23 Haushalte, die Einführung einer Geschwindigkeitsreduzierung. VP-Bürgermeisterin Marianne Rickl skizziert den weiteren Verlauf: „Nach den formell notwendigen Schritten werden die entsprechenden Verkehrstafeln und die Kennzeichnung auf der Fahrbahn vorgenommen. Die wird voraussichtlich in den nächsten Wochen geschehen.“

Der Gemeinderat steht einem regionalen Wertstoffsammelzentrum – seitens der G.V.U. am Ortsrand von Reyersdorf geplant – positiv gegenüber, allerdings mit einigen Anmerkungen. So wünscht man sich eine automatisierte Anlage mit langen Öffnungszeiten und einen Standort möglichst nahe Raggendorf. Angedacht ist, dass der Grünschnittplatz im Ort verbleibt.

Gemeindeamt wird bald übersiedeln

Das Gemeindeamt übersiedelt in den nächsten Monaten in den alten Kindergarten. Das nahm der Gemeinderat zum Anlass, für den Austausch der bereits 30 Jahre alten Ölheizung zu stimmen. Die neue Pelletsheizung wird auch für Wärme im Arzthaus sorgen. Man geht von rund 40.000 Euro Investitionssumme aus, wobei aus den Investitionsförderprogramm von Bund und Land sowie der „Raus aus dem Öl“-Förderungen Zuschüsse von rund 70 Prozent generiert werden können.

Noch im heurigen Jahr sollen die Arbeiten an der Straße im Mühlschüttel durchgeführt werden. Im Zuge der Sanierung werden die Anbauschellen der Hauptwasserzuleitungen zu den Häusern getauscht und die Kanalanschlüsse geprüft. Die Dachständer für Strom und Telefon kommen weg, die Zuleitungen werden auf Erdkabel umgestellt. Zusätzlich wird die Beleuchtung verbessert.