Statt Zügen fahren Busse. Schweinbarther Kreuz wird zur Innovationsregion in Sachen Mobilität.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 29. März 2019 (14:47)
Mauritsch
Michael Reinbacher (VOR), Auersthals VP-Bürgermeister Erich Hofer, VP-Nationalratsabgeordnete Angela Baumgartner, VP-Landesrat Ludwig Schleritzko, Landtagsabgeordneter René Lobner und VOR-Geschäftsführer Wolfgang Schroll informierten über die geplanten Mobilitätsangebote.

Die Bahnlinie Schweinbarther Kreuz wird mit Dezember eingestellt (die NÖN berichtete). Niederösterreichs VP-Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko präsentierte am Freitag bei einer Pressekonferenz im Gänserndorfer Rathaus die für diese Region neu geplanten innovativen Mobilitätsangebote.

Als Alternative zur Bahn wird im September ein neues Verkehrssystem starten. Zwischen Wolkersdorf und Raggendorf, bzw. zwischen Raggendorf, Matzen und Gänserndorf werden Busse verkehren – an Wochentagen zwischen 4.30 und 22.30 Uhr im Halbstundentakt und am Wochenende zwischen 6 bzw. 7 Uhr und 22 Uhr im Stundentakt. Zwischen Bad Pirawarth und Raggendorf werden Verbindungen im Stundentakt eingerichtet. Ein völlig neues, stündliches Angebot wird es zwischen Raggendorf, Schönkirchen und Gänserndorf geben.

Haltestelle nahe am Wohnort

Neben den – im Vergleich zum Bahnangebot – besseren Taktungen werde das Bussystem auch noch einen weiteren Vorteil bringen: Statt bisher 4.800 Menschen würden in Zukunft 13.600 Personen innerhalb von 500 Metern zu ihrem Wohnort eine Haltestelle finden.

Ab Herbst 2020 werde das Netz in der Region Weinviertel Ost um 1,1 Mio. Buskilometer erhöht. Auf Wunsch der Region könne auch ein Theaterbus für Kulturbegeisterte und ein Talentebus für eine bessere Anbindung an die Schulen eingesetzt werden.

Ende 2021 soll das Schweinbarther Kreuz eine Vorreiterroller übernehmen: Es wird die erste E-Bus-Region in Niederösterreich mit eigener Ladeinfrastruktur werden. Die Umstellung auf E-Fahrzeuge werde eine jährliche CO -Einsparung von 830 Tonnen bringen und damit das Klima deutlich entlasten. Weiters sei eine Zusammenarbeit von Gemeinden, Land und Verkehrsverbund in einem neu eingerichteten Mobility-Lab geplant.

"Brauchen nicht das Angebot mit dem vermeintlich besseren Image"

Regionalverband-Weinviertel-Vorsitzender René Lobner begrüßte die Pläne des Landes: „Was wir brauchen, ist das beste Verkehrsangebot und nicht das Angebot mit dem vermeintlich besseren Image. Genau das erreichen wir mit dem neuen Bussystem.“

Auersthals VP-Bürgermeister Erich Hofer ergänzte: „Gerade auch die Spätverbindung aus Wien und die bessere Anbindung der Schulen in der Region stellen echte Verbesserungen für die Bevölkerung dar.“

Informationsveranstaltungen für die Bürger werden am 9. April in Groß-Schweinbarth und am 12. April in Prottes stattfinden.