Wirt soll in den Meierhof einziehen. Die Gemeinde Groß-Schweinbarth wälzt große Pläne für das ehrwürdige Gebäude. Konzept sieht Glasanbau als Wintergarten vor.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 15. September 2021 (05:52)
Meierhof
Der Meierhof, schon am Vischer-Stich aus dem Jahr 1672 zu sehen, soll Veranstaltungs- und Gastrozentrum werden.
Edith Mauritsch

Für das altehrwürdige Gebäude des Meierhofes gibt es große Pläne. Der schon bestehende Veranstaltungsbereich soll modernisiert, der rechte Trakt für Gastronomie umgebaut werden. Ein erstes Plankonzept liegt bereits vor, der nächste Schritt sind Gespräche mit dem Bundesdenkmalamt.

Wirtschaftshof, Landesmuseum, Veranstaltungsort: Der fast 400 Jahre alte Bau hat eine äußerst wechselhafte Geschichte hinter sich. Nun soll der im Herzen der Gemeinde liegende Meierhof noch attraktiver werden. Bereits jetzt wird der linke Trakt für Veranstaltungen genützt. Eine Modernisierung der Sanitäranlagen und die Schaffung eines Eingangsbereiches mit Garderoben sind geplant. Der größere Teil der Umbaupläne betrifft allerdings den rechten Trakt.

Auch Catering für Veranstaltungen

Bis Anfang 2012 als Außenstelle des Landesmuseums genützt, befinden sich diese Räumlichkeiten bis auf wenige Ausnahmen im Dornröschenschlaf. Das soll sich ändern. Man plant, die Voraussetzungen für einen Gastronomiebetrieb zu schaffen. ÖVP-Bürgermeisterin Marianne Rickl: „Wir denken an einen Wirt mit guter Küche im Dauerbetrieb, der auch das Catering für Veranstaltungen übernehmen kann.“

Das erste Konzept sieht unter anderem einen Glasanbau als Wintergarten vor, südseitig gelegen mit Blick auf den geräumigen Innenhof sicherlich Anziehungspunkt für Gäste. Allerdings: Bevor es in detailliertere Planungen gehen kann, müssen Gespräche mit dem Bundesdenkmalamt geführt werden. Steht der gesamte Komplex doch unter Denkmalschutz und das macht Um- und Zubauten nicht einfacher. Auch ein Pächter für den Gastronomiebereich muss noch gefunden werden. „Es wäre gut, wenn es da schon einen Bewerber geben würde, um dessen Bedürfnisse in die Planungen einfließen zu lassen“, so Rickl weiter.

Angedacht ist eine – vermutlich stufenweise – Realisierung frühestens 2022. Bis dahin gilt es noch viele Fragen zu klären, so auch die der Finanzierung. Die Beschlüsse im Ortsparlament müssen gefasst werden.