Frau verschwand nach Streit. Die Einsatzkräfte suchten fünf Stunden vergeblich nach einer 21-Jährigen, die aus einem Auto gestiegen und davongelaufen war. Sie tauchte am nächsten Tag wieder auf.

Von Robert Knotz. Erstellt am 12. Januar 2020 (17:49)
Bei einer Lagebesprechung der Einsatzleiter im Parbasdorfer Feuerwehrhaus: Durch die kalte Witterung und den Nebel gestaltete sich die Suche besonders schwierig.
Feuerwehr Deutsch-Wagram

An die 100 Kameraden von fünf verschiedenen Feuerwehren, 26 Suchhunde, ein Polizeihubschrauber, 56 freiwillige Helfer sowie Einsatzkräfte des Roten Kreuzes suchten in der Nacht von Freitag auf Samstag nach einer 21-jährigen Frau aus dem Bezirk.

Auch ein Polizei-Hubschrauber war an der Suchaktion beteiligt.
Symbolfoto/Shutterstock/S. Rotter

Was wahr geschehen? Die Frau soll laut nach einem Streit ein Auto gegen 23 Uhr im Kreisverkehr zwischen Deutsch-Wagram und Raasdorf (Landesstraße 3023) verlassen haben und weggelaufen sein. Die zweite Person im Fahrzeug verständigte laut Einsatzkräften gegen 23.15 Uhr telefonisch die Polizei. Da die Temperaturen minus vier Grad betrugen und die Vermisste nur leicht bekleidet gewesen sein soll, bestand die Gefahr, dass die Frau erfrieren könnte.

Eine der größten Suchaktionen im Bezirk wurde daraufhin ausgelöst: Im Parbasdorfer Feuerwehrhaus wurde eine Einsatzzentrale eingerichtet. Das Rote Kreuz war mit einem Krankenwagen und einer Verpflegungseinheit (Feldküche) zur Versorgung der zahlreichen Helfer vor Ort. Menschenketten wurden gebildet und durchsuchten Felder sowie Waldgebiete.

Leider vergeblich: Gegen vier Uhr früh wurde die Suche nach der Frau auf Anordnung der Einsatzleiter eingestellt. Trotzdem ging die Sache gut aus: Die Frau soll im Laufe des Samstags in Wien unversehrt aufgetaucht sein.