9 von 10 in Wahlzelle. Mehr als 90 Prozent schritten in der kleinsten Gemeinde NÖs zur Urne. Parbasdorf entpuppte sich als ÖVP-Hochburg.

Von Manuel Mattes. Erstellt am 31. Januar 2018 (03:41)
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Großhofens VP-Ortschef Georg Weichand kann sich freuen. 90 Prozent der Wahlberechtigten schritten im Ort zur Urne.
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Egal, ob ÖVP, SPÖ, FPÖ, Grüne oder NEOS – irgendwie fühlten sich am Wahlsonntag alle als Sieger. Die Volkspartei, weil sie die absolute Mehrheit halten konnte, SPÖ und FPÖ, weil sie Zugewinne verbuchten, Grüne und NEOS freuten sich über den Einzug in den Landtag.

Mit Sicherheit nicht zu den Gewinnern zählt allerdings die Wahlbeteiligung, die auch im Bezirk Gänserndorf deutlich zurückging: Nur 62,51 Prozent aller Wahlberechtigten schritten am Sonntag zur Urne, um über die Zusammensetzung des nächsten Landesparlaments zu entscheiden. Bei den Landtagswahlen im Jahr 2013 lag der Wert bezirksweit noch bei 67,25 Prozent.

Keine Rede von Wahlmüdigkeit ist allerdings bei den Gemeindebürgern aus Großhofen, der kleinsten Gemeinde NÖs: 90,28 Prozent nahmen dort ihr demokratisches Recht in Anspruch – keine niederösterreichische Gemeinde kann hier einen höheren Wert verbuchen. Mit 64,06 erzielte die Volkspartei in Großhofen außerdem eines ihrer besten Ergebnisse bezirksweit.

Als größte ÖVP-Hochburg im Bezirk entpuppte sich jedoch Parbasdorf: Obwohl die Volkspartei dort ein Minus von 5,14 im Vergleich zu den Landtagswahlen 2013 verzeichnete, machten immer noch 72,64 Prozent ihr Kreuzerl bei der Partei von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Gemeinsam mit Aderklaa ist Parbasdorf übrigens auch die einzige Gemeinde, in der die NEOS besser als die SPÖ abschnitten.

Wo konnten die Freiheitlichen die Wähler überzeugen? In Untersiebenbrunn wählten 25,26 Prozent die Blauen, gefolgt von Palterndorf-Dobermannsdorf mit 22,68 Prozent. Als „rote Hochburg“ kristallisierte sich Hohenau heraus, wo 46,58 Prozent der Urnengänger ihre Stimme der SPÖ gaben. Für die Grünen war Deutsch-Wagram ein guter Boden: 10,37 Prozent machten dort ihr Kreuzerl bei der Öko-Partei.