Bus blieb in Lassee nicht stehen. Großvater machte sich Sorgen um seine zwei Enkel (7 und 9 Jahre). Transportunternehmen gelobt Besserung.

Von Stefan Havranek und Ernst Spet. Erstellt am 01. Mai 2021 (04:09)
Bei der Haltstelle sollen laut dem betroffenen Busfahrer zwar einige Kinder gestanden sein, diese hätten ihm jedoch vermittelt, nicht mit- fahren zu wollen.
Spet, Spet

Bange Momente erlebte der Schönfelder Wolfgang Eigner, weil seine Enkelkinder (7 und 9 Jahre alt) nicht wie erwartet von der Volksschule in Lassee zurückkamen: Es stellte sich heraus, dass der Bus nicht an der Haltestelle, an der die beiden warteten, stehen geblieben war.

Der Bus sollte normalerweise 12.20 Uhr die Kinder an der Bushaltestelle in Lassee gegenüber der Raiffeisenbank aufnehmen. „Um 12.40 Uhr sollten sie dann zu Hause bei uns sein. Da sie nicht kamen, machten wir uns Sorgen um ihren Verbleib. Kurz vor 13 Uhr gelang es mir endlich, den Älteren auf seinem Mobiltelefon zu erreichen. Er teilte mir mit, dass der Bus einfach ohne anzuhalten an der Station vorbeigefahren sei, obwohl sie im Wartehaus gestanden wären“, ärgert sich Eigner, der in der Folge seine Arbeit unterbrechen und die Enkerl von Lassee abholen musste.

„Dieses Verhalten des Busfahrers den Fahrgästen gegenüber ist verantwortungslos – insbesondere, wenn es Volksschulkinder betrifft“, kritisiert der Großvater und konfrontierte auch das betroffene Busunternehmen telefonisch. Der Buslenker konnte aber so spontan nicht erreicht werden, also schrieb Eigner auch ein E-Mail.

Da die Fahrzeuge dieser Linie über ein satellitengestütztes Ortungssystem verfügen, wurde nach Eigners Anruf der betreffende Buslenker umgehend ausgeforscht und die aufgezeichneten Ortungsdaten wurden überprüft. Bei Auswertung dieser Daten wurde festgestellt, dass der Chauffeur die Haltestelle einfach passiert hatte.

Das Busunternehmen entschuldigte sich und gelobte, künftig noch besser darauf zu achten, dass die Haltestellen eingehalten werden. Und weiter: „Der Mitarbeiter gab an, dass zwar im Haltestellenbereich einige Kinder standen, ihm diese jedoch den Eindruck vermittelt hätten, dass sie nicht zusteigen wollen, da sie mittels Handzeichen zu verstehen gaben, dass sie nicht mitfahren möchten.“