Trockener Wein und feuchte Küsse am Hoffest. Allerhand Neuheiten präsentierte die Winzer-Familie Küssler ihren Gästen, unter anderem den Song „Küsslerlied – Like a Kiss“.

Von Christoph Szeker. Erstellt am 22. August 2020 (03:34)
Das Hoffest im Winzerhof Küssler war ein voller Erfolg: Landtagspräsident Karl Wilfing und die Dritte Landtags-präsidentin Karin Renner waren ebenso wie die Winzer-Familie von der Darbietung von Eva Maria Gugganeder und Reinhard Hirtl begeistert.
Christoph Szeker

Seit 300 Jahren im Weinviertel bestens bekannt: Mit dieser langen Familiengeschichte macht der Winzerhof Küssler in seinem neuen „Küsslerlied – Like a Kiss“ auf sich aufmerksam. Anlass für den eigens komponierten Song war das vierte Hoffest des Betriebs im schönen Grub an der March, das vergangenen Samstag über die Bühne ging. Die Winzer-Familie Leopold, Christine, Gerhard, Verena, Lisa und Thomas Küssler präsentierte dabei ihren Gästen einige Neuheiten.

Die Weinfass-Suiten für Übernachtungen ergänzen Angebote wie die „Weinviertler Stube“ oder die neue Scheune „Küsslers anno dazumal“. Dort sind alte Traktoren und Pferdefuhrwerke ausgestellt, sie wurden vom 94-jährigen Alfred Ryba angekauft. „Wir legen sehr viel Wert auf Tradition“, erzählen die Küssler-Winzer, weshalb ihnen diese Stücke besonders wichtig sind.

In den vergangenen drei Jahren sei auf dem Hof so viel geschaffen worden, dass die anderen 297 Jahre der Familiengeschichte beinahe in den Schatten gestellt werden. Das Tüpfelchen auf dem i ist für den Winzerhof der Welschriesling 2019, der zum Salonwein gekürt wurde.

VP-Landtagspräsident Karl Wilfing und die Dritte Landtagspräsidentin Karin Renner (SP) sowie Ortsvorsteher Ernst Hahn gratulierten der Winzerfamilie zum erfolgreichen Betrieb und staunten über die vielen Neuigkeiten aus dem Weingut. „Ihr parkt schon bis Angern“, scherzte Wilfing über die vollen Straßen. Er lobte die Verbindung von futuristischen Elementen und Bodenständigkeit am Winzerhof.

Lobenswert war außerdem der Auftritt des kleinen Thomas Küssler: Er spielte mit der Harmonika die ersten Lieder zur Einleitung des Festes, die „Marchviertler“ führten das Konzert dann fort. Die Tradition scheint hier fest verwurzelt, wie die Weinreben – so passt es ins Bild, dass im Ort die ersten Traubenkerne kultivierter Reben gefunden wurden.