Mann fand Skelettteile im Keller. Bei Grabungen entdeckte ein Hausbesitzer Reste eines Beckenknochens. Vermutlich stammen sie aus dem 2. Weltkrieg.

Von Manuel Mattes. Erstellt am 24. Juni 2020 (05:21)
Bei Grabungen im Keller stieß Hausbesitzer Karl K. auf die Überreste menschlicher Knochen.
privat

Aufregung herrscht derzeit in der beschaulichen Gemeinde Hauskirchen. Der Grund: Bei Umbauarbeiten in einem Einfamilienhaus wurden die Überreste menschlicher Knochen gefunden.

Hausbesitzer Karl K. erstand das Gebäude vor fast zehn Jahren. Es war ursprünglich um das Jahr 1936 erbaut worden. Die Vorbesitzer sind mittlerweile verstorben und können zum Fund daher nicht mehr befragt werden.

Wie kam es zu der Entdeckung? Vor einiger Zeit hatte K. damit begonnen, den Kellerraum zu erhöhen und den Erdkeller abzugraben. Im Zuge dieser Grabungsarbeiten fanden er und eine Bekannte schließlich diverse Fragmente von Knochen.

Knochen wahrscheinlich aus Zweitem Weltkrieg

Nachdem diese einem menschlichen Beckenknochen sehr ähnlich schauten, wurde die zuständige Polizei-Inspektion verständigt, so K. Von den intervenierenden Kriminalbeamten wurden die Knochenreste mitgenommen. Mittlerweile habe ihm die Exekutive mitgeteilt, dass es sich offensichtlich um die Reste eines menschlichen Beckenknochens handelt. „Die Fundstücke rühren vermutlich von der Kriegs- bzw. Nachkriegszeit her und stammen nicht von einem aktuellen oder bekannten Gewaltverbrechen“, betont der Hausbesitzer.

Wie geht es nun weiter? Karl K. wird in archäologischer Kleinst- und Feinarbeit weitergraben und etwaige Fundstücke den Behörden bekannt geben: „Es ist nicht ausgeschlossen, dass sich weitere Skelettteile im Bereich des Gebäudes befinden.“ Wie beinahe die gesamte Fläche Österreichs war auch der Bezirk Gänserndorf Schauplatz kriegerischer Handlungen.