Mit Messer Partei ergriffen. Zwei jugendliche Asylwerber gerieten sich in die Haare. Ein dritter holte ein Messer und brachte die Situation zum Eskalieren. Die Polizei war mit vier Fahrzeugen vor Ort.

Von Robert Knotz. Erstellt am 03. Februar 2018 (04:13)
Knotz

Am Montagabend kam es gegen 20 Uhr in der Flüchtlingsunterkunft in der Fabrikstraße zu einem gefährlichen Zwischenfall: Zwei 17-jährige Afghanen gerieten wegen einer Nichtigkeit in Streit. Nach der verbalen Auseinandersetzung kam es im ersten Stock des Gebäudes zu Handgreiflichkeiten zwischen den beiden Jugendlichen.

Dabei mischte sich ein weiterer Asylwerber ein, ergriff für einen der beiden Streithähne Partei, lief in die Küche und holte ein Messer. Mit diesem fuchtelte er herum und sagte zu einem der beiden Kontrahenten, dass er dessen Widersacher abstechen werde. In der Zwischenzeit waren auch Einsatzkräfte der Polizei vor Ort und versuchten, den Jugendlichen, der das Messer partout nicht aus der Hand geben wollte, zu beruhigen. Nach kurzer Zeit übergab der Mann die Waffe jedoch der Exekutive. Er hatte sich selbst eine kleine Schnittwunde an der Hand zugezogen. Die beiden anderen wiesen leichte Verletzungen im Kopfbereich auf.

Der Jugendliche mit dem Messer wurde in eine andere Unterkunft verlegt. Seitens der Polizei wurde ein Betretungsverbot gegen ihn für das Heim in der Fabrikstraße ausgesprochen. Die anderen Streithähne wurden allerdings wegen Körperverletzung angezeigt. Die Polizei war mit vier Streifenwagen im Einsatz. Gerald Reichl, Chef der Kriminaldienstgruppe im Bezirk: „Der Jugendliche mit dem Messer hat seinen Widersacher nicht direkt bedroht, sondern zu dem anderen gesagt, dass er ihm etwas antun werde.“