Rösser machen nun Dampf. Der erste Dampftag in Strasshof lockte zahlreiche Besucher an. Fast alle Attraktionen waren dem Publikum zugänglich.

Von Robert Knotz. Erstellt am 03. Juni 2021 (04:47)
Mit einer Dampflok der Wiener Stadtbahn wurden die Besucher in historischen Waggons befördert.
Knotz, Knotz

Während des Lockdowns gab es zwar im Eisenbahnmuseum Heizhaus teilweise eingeschränkten Betrieb. Am Sonntag war es dann aber endlich so weit: Der Geruch von dampfenden Lokomotiven und Rauchsäulen stand in der Luft. Die Dampfrösser fuhren endlich wieder.

Der erste Dampftag lockte zahlreiche Besucher an. In der Fahrzeughalle herrschte Maskenpflicht, im Freien allerdings durfte diese bei einem Mindestabstand von zwei Metern abgenommen werden. Mit einer originalen Dampflok der Wiener Stadtbahn beförderte das „Young Steam Team“, eine Gruppe von jungen Bahnliebhabern, die Besucher in historischen, zweiachsigen Waggons durch das Gelände. Führerstandsmitfahrten – so wie in den Zeiten vor Corona – waren aus Sicherheitsgründen nicht möglich.

Überall im Heizhaus und an den Fahrzeugen wurden QR-Codes angebracht. Besucher können mit ihrem Smartphone die Codes scannen und erhalten umfassende Informationen zu den Fahrzeugen. Wann wurden sie gebaut? Wo standen sie im Einsatz? Insbesondere bei den sehr alten Dampfloks und ihren Einsatzgebieten können die Besucher erfahren, wie groß Österreich vor dem 1. Weltkrieg war: In Böhmen, Ungarn, Siebenbürgen, Triest und Cattaro waren sie unterwegs.

Die älteste Lok stammt aus 1868, sie fuhr auf der sogenannten Kaiserin-Elisabeth-(West)-Bahn von Wien nach Salzburg. Der nächste Dampftag ist am 6. Juni. Besucher von Museen benötigen keinen Corona-Test bzw. Impfnachweis.