Vergiftete Katzen in Dörfles gerettet. „Georgy“ und „Puppi“ fraßen mit Giftweizen versetztes Futter. Nur dank raschen Handelns von Tierärztin und Besitzerin leben die beiden Stubentiger noch.

Von Stefan Havranek. Erstellt am 26. September 2018 (05:57)
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„Georgy“ und „Puppi“ sind mittlerweile über den Berg, ihr Überleben stand aber auf des Messers Schneide.
privat

Tierbesitzer aufgepasst: In Dörfles dürfte ein Tierhasser sein Unwesen treiben. Am Wochenende wurden „Georgy“ und „Puppi“, die Katzen von Anita P., offensichtlich vergiftet. Nur mit viel Glück überlebten die beiden den hinterlistigen Anschlag.

Die Tierbesitzerin berichtet: „Ich haben meine beiden gesunden Katzen am Samstagmorgen mit Trockenfutter gefüttert und sie dann in den Garten gelassen.“ Zu Mittag bemerkte sie massive Zuckungen bei einer der Katzen, sie konnte weder gehen noch stehen.

Bei einer sofort durchgeführten Untersuchung durch Tierärztin Gudrun Neuhauser mit Herbeiführen von Erbrechen konnte festgestellt werden, dass die Katze Nassfutter mit pink-rotem Giftweizen (Ratten-/Mäusegift) versetzt zu sich genommen hatte. Aufgrund der unüblich ausgeprägten Symptome der Katzen besteht laut Neuhauser der Verdacht, dass dem Tierköder zusätzlich noch ein weiteres Gift hinzugefügt wurde. Die Polizei wird eine genaue Untersuchung der Proben vornehmen.

Der Mageninhalt einer Katze, mit sichtbaren Weizenkörnern.
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Etwa eine Stunde später zeigten sich auch bei der zweiten Katze derartige Symptome. Ihr Erbrochenes enthielt ebenfalls Katzennassfutter mit hochgiftigem Weizen versetzt. Nur weil beide Katzen von der Tierhalterin rasch aufgefunden worden waren, konnten sie rechtzeitig behandelt und gerettet werden.

„Aufgrund der Tatsache, dass sich das Rattengift in Tiernassfutter vermischt befand, kann von einem gezielten Anschlag gegen Katzen durch einen unbekannten Tierhasser im Bereich Dörfles ausgegangen werden“, warnt die Tierhalterin. Anita P. erstattete umgehend Anzeige bei der Polizei: „Im Falle der Ausforschung drohen dem Täter bis zu zwei Jahre Freiheitsstrafe nach dem Strafgesetzbuch wegen Tierquälerei oder eine Anzeige nach dem Tierschutzgesetz bei der Bezirksverwaltungsbehörde mit einer Geldstrafe von bis zu 7.500 “, so die Tierbesitzerin.