Einbrecher arbeitete sich durch Wände. Zwei Jahre nach dem Einbruch in den Billa-Markt in Hohenau wird einer der Täter verurteilt: Zweieinhalb Jahre Haft.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 28. Dezember 2017 (03:37)
Hahslinger

Zwei Jahre her, aber unvergessen für eine Billa-Mitarbeiterin (34) in Hohenau, als sie an einem Sonntag im Dezember 2015 ein Anruf einer Kundin mit der Mitteilung ereilte: „Bei euch ist ein riesengroßes Loch in der Wand!“

Sie sei sofort zum Geschäft gefahren, schildert die Weinviertlerin im Zeugenstand: „Die Polizei war schon dort, als ich beim Geschäft ankam. Und wirklich, es fand sich ein Riesenloch in der Außenwand des Kühlhauses. Vom Kühlhaus kommt man in einen Lagerraum und dort war das nächste Loch in eine massive Ziegelwand gestemmt. Angrenzend war das Büro mit dem Safe, der aufgebrochen und geplündert war. Zwei Tageslosungen mit 28.641 Euro fehlten.“ Neben einem Sachschaden von 11.000 Euro hinterließ einer der Täter auch seine DNA-Spur am Ort des Verbrechens und die führte zu dem Slowaken Juraj B.

Der 36-Jährige wurde aufgrund eines europäischen Haftbefehls zwei Jahre später in der Slowakei festgenommen und im weiteren Verlauf den österreichischen Behörden überstellt.

B. zeigte sich vor Gericht geständig, sagte aber kein Wort zu den Hintermännern und Mittätern: „Ich habe Angst um meine Familie, mein Auto ist schon in die Luft geflogen. Ich habe Schulden abgearbeitet.“

Für den Einbruch setzte es für den vorbestraften Slowaken eine zweieinhalbjährige Gefängnisstrafe. Nicht rechtskräftig.