FF-Männer marschierten durch das Wasser zum Brandherd. Auf slowakischer Seite der March-Thaya-Mündung war ein Feuer ausgebrochen. Die Austro-Florianis mussten durch das Wasser gehen, da es keine Zufahrtsmöglichkeit gibt.

Von Michaela Fiala. Erstellt am 08. August 2018 (12:39)

Am Dienstag der Vorwoche bemerkte ein Kanufahrer kurz vor 13.30 Uhr einen Böschungsbrand bei der March-Thaya-Mündung. Pflichtbewusst verständigte er sofort die örtliche Feuerwehr.

Schon drei Minuten später rückten neun Silberhelme zum Einsatzort aus. Bei ihrer Ankunft stellten sie jedoch fest, dass das Feuer auf slowakischem Staatsgebiet ausgebrochen war. Von österreichischer Seite gab es keine Zufahrtsmöglichkeit. Die Florianis alarmierten daher ihre slowakischen Kollegen, blieben selbst jedoch nicht untätig, da sich die Flammen schnell ausbreiteten. Ein angrenzender Wald musste geschützt werden, daher traf der Einsatzleiter eine ungewöhnliche Entscheidung: Zwei Feuerwehrmitglieder stiegen ins Wasser. Sie überquerten die March zu Fuß, um das Feuer am anderen Ufer mit Feuerpatschen einzudämmen.

Erst nach einer Stunde trafen die Kollegen aus der Slowakei ein und übernahmen die weitere Brandbekämpfung. „Die slowakische Berufsfeuerwehr hat einen längeren Anfahrtsweg und ließ dann nur noch eine Wasserfontäne über das Areal laufen. Eigentlich wurde das Feuer aber schon von uns gelöscht“, so FF-Kommandant Philipp Kuril im NÖN-Gespräch.