Initiativ-Anträge: FPÖ blitzte zweimal ab. Asphaltierung von Straßen auf Kellerberg sowie Fischen im Au-Bad wurden von allen anderen Parteien abgelehnt. Nur bei Ärzten war man sich – „no na ned“ – einig.

Von Nina Wieneritsch. Erstellt am 29. Oktober 2016 (05:00)
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Hannes Wlas, FP-Ortsparteiobmann: »Wir werden uns dafür einsetzen, dass diese Unterschriften nicht umsonst waren.«
NOEN, FPÖ

Mitunter ziemlich frustrierend war die jüngste Sitzung im Ortsparlament für die freiheitliche Fraktion. Drei Initiativ-Anträge brachte sie vergangene Woche Mittwoch im Gemeinderat ein (die NÖN berichtete bereits im Vorfeld), nur einer davon (jener, der Bemühungen für mehr Fachärzte in Hohenau forderte) wurde einstimmig angenommen – allerdings mit der Kritik seitens der anderen Parteien, dass es sich dabei um einen „No na ned“-Antrag handle.

(Angesichts der anderen Parteien sprach FP-Obmann Hannes Wlas vom „Rot/Schwarz/ Fraktionslos-Einheits-Gemeinderat“ – „fraktionslos“ deshalb, weil der ehemalige FP-Gemeinderat Christian Van der Vyver nunmehr als parteiloser im Ortsparlament sitzt – mehr dazu in der kommenden Ausgabe.)

Zwei andere Anträge einstimmig abgelehnt

Die zwei anderen Anträge – zur Asphaltierung der Zufahrtsstraße zu den Lokalen auf dem Kellerberg sowie das Fischen im Au-Bad betreffend – wurden von den anderen Fraktionen abgeschmettert. Zu teuer sei das eine, das andere sei früher aus triftigen Gründen („Vandalismus und Verunreinigung in der Nacht im unversperrten Areal“, erklärte SP-Bürgermeister Robert Freitag in der Gemeindezeitung) untersagt worden.

Dass die SP-Fraktion damit gegen den einschlägigen Initiativ-Antrag war, ist klar. Allerdings wurde er auch von Schwarz abgelehnt, und das, obwohl VP-Obmann Herbert Bartosch im Gemeinderatswahlkampf 2015 schrieb, dass Fischerei im Au-Bad „wünschenswert“ wäre – „da die Fische im Badeteich bereits überhand nehmen und der Badeteich dadurch verschlammt“. Warum nun doch der Rückzieher?

"Fischen im Au-Bad gar nicht möglich"

Bartosch: „Aufgrund von Naturschutz- und Wasserbescheiden ist Fischen im Au-Bad derzeit gar nicht möglich. Ich finde noch immer, dass es die Möglichkeit dazu geben sollte, damit das Wasser nicht kippt, aber dafür müsste ein komplett neues Projekt eingereicht werden.“

Und auch zu den FP-Ideen für den Kellerberg äußert sich Bartosch: „Durch Asphaltieren würde die Natürlichkeit des Areals verloren gehen.“ Zudem müsse man, wenn man schon ein solches Projekt in Angriff nimmt, die Gesamtsituation berücksichtigen – und im selben Zug etwa Wasser-Rinnen und -Leitungen neu planen und verlegen.