Trauer-Zeremonie: Urne in der March versenken?. Alternative Bestattungen liegen im Trend, darunter auch jene in Gewässern. In Hohenau sind diese ab sofort möglich.

Von Nina Wieneritsch. Erstellt am 12. November 2016 (04:27)
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Die March oder Thaya als Grab? Außergewöhnliche Begräbnisse liegen im Trend – in Hohenau können nun Gewässerbestattungen durchgeführt werden.

In Indien wird die Asche Verstorbener seit Jahrhunderten im heiligen Strom, dem Ganges, verstreut – nur so könne man dem Kreislauf des Sterbens und der Wiedergeburt entkommen, wähnen die Hindus.

In Niederösterreich ist die Wasserbestattung seit der Änderung des Bestattungsgesetzes im Jahr 2015 erlaubt – allerdings nur, wenn sich die Asche in einer Kapsel oder einer Urne befindet und nur dann, wenn der Bürgermeister der jeweiligen Gemeinde zustimmt.

Zeremonie findet am Flussufer statt

Und damit wären wir auch schon im Bezirk: In Hohenau ist die Gewässerbestattung nämlich ab sofort auch möglich. Die Behörde gab ihren Segen – Beerdigungen können nun auch an der March oder der Thaya abgehalten werden, wie SP-Vize Wolfgang Gaida erklärt. Die Asche des Verstorbenen wird dabei in einer natürlich abbaubaren Kapsel oder Urne im Fluss beigesetzt, die Trauerzeremonie selbst findet am Flussufer statt.

Eine Bestattungsart, die immer mehr im Trend liegt und die im Bezirk derzeit wohl nur in Hohenau möglich ist, wie Gaida schildert.