Verteilaktion: Heckmeck um Germgebäck. Die FP-Ortspartei verschenkte Krapfen, die jedoch von Supermarkt-Angestellten bezahlt worden waren. Nicht nur dem Unternehmen, auch der örtlichen VP geht das zu weit.

Von Nina Wieneritsch. Erstellt am 21. Februar 2018 (06:00)
Die Wiener Lichtbildmanufaktur/Shutterstock.com
Symbolbild

Alles begann mit einer lebhaften Diskussion zwischen einer Hohenauerin und Mitarbeiterinnen der örtlichen Billa-Filiale: Sie bezeichnete manche Angestellte als „blaue Schlümpfe“.

FPÖ
Hannes Wlas, Chef der FP-Ortspartei, verteilte mit Parteifreunden Krapfen.

Die wiederum griffen diese Aussage prompt auf und verkleideten sich am Faschingsdienstag als – Überraschung – blaue Schlümpfe.

Hohenaus FP-Obmann Hannes Wlas war von der Kostümidee so begeistert, dass er einen Teil der Verkleidungen sponserte. Außerdem nutzte die FP die Gelegenheit und verteilte in der Filiale Faschingskrapfen, die von den Billa-Mitarbeiterinnen gemeinsam bezahlt worden waren. Und genau dies ist der örtlichen VP ein Dorn im Auge.

„Niemand – keine Vereine und auch keine politischen Organisationen – darf in den Filialen irgendetwas verteilen.“ REWE-Group-Pressesprecher

„Wlas hat die Mitarbeiterinnen massiv für seine Aktion benutzt“, so VP-Ortsobmann Herbert Bartosch. „Die Krapfen wurden nicht von der FPÖ gekauft, aber unter deren Namen verteilt.“ Die betroffenen Angestellten haben laut Bartosch nun zudem mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen zu rechnen.

ÖVP
VP-Ortsparteiobmann Herbert Bartosch: „Wlas hat die Mitarbeiterinnen von Billa massiv für seine Aktion benutzt.“

Und was sagt Wlas selbst zu den Anschuldigungen? „Bartosch verbreitet nur Halbwahrheiten. Woher er seine Fehlinformationen hat, weiß ich nicht.“ Die Aktion sei bei den Leuten gut angekommen und es sei keinerlei Werbung für die Partei gemacht worden. Die Schlumpfkostüme habe Wlas aus eigener Tasche bezahlt – „und mit meinem Geld kann ich machen, was ich will“.

 


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