Wurde Kater „Leo“ vergiftet?

Erstellt am 20. Januar 2022 | 06:07
Lesezeit: 2 Min
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Kater „Leo“ sprang dem Tod in letzter Minute von der Schippe. Er erholt sich derzeit von den Strapazen, die er durchmachen musste.
Foto: Tierheim Dechanthof
Aufmerksame Spaziergängerin fand Tier beim Altstoffsammelzentrum in Hohenau. Das Tierheim Dechanthof kommt derzeit für die Behandlungskosten auf.
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Nun wurde auch die Gemeinde von einem tragischen Tierschicksal erschüttert: Ein Kater wurde von einer aufmerksamen Spaziergängerin beim Altstoffsammelzentrum entdeckt. Hilflos hing er in einem Gitter fest.

Die zur Hilfe gerufene Freiwillige Feuerwehr konnte das eingeklemmte Tier schnell befreien. Schnurstracks wurde „Leopold“ – so nennt ihn das Tierheim Dechanthof – von der Finderin in die Klinik gebracht, denn er zeigte neurologische Ausfälle und wies Verletzungen am Brustkorb auf.

Die eingehende Untersuchung ergab eine mögliche Intoxikation mit Mäusegift. „Leo“ wurde sediert und intensivmedizinisch behandelt. Der in seinem Körper vermutete Stoff (Alpha-Chloralose, Anm.) darf laut Gesetz ausschließlich in geschlossenen Räumen angewendet werden, wird aber leider immer wieder auch für Katzen und Füchse frei zugänglich ausgelegt.

Es kommt durch die Aufnahme nach rund 30 Stunden zu einer Unterkühlung und Kreislaufversagen. Dem gehen oft schlimme Krampfanfälle mit starkem Speichelfluss voran. „Wir wollen uns gar nicht ausmalen, dass jemand dies absichtlich tut, um unliebsame Streuner zu vertreiben, denn das wäre laut dem Tierschutzgesetz Tierquälerei und somit auch strafrechtlich relevant“, heißt es vonseiten des Dechanthofs. Bisher konnte kein Besitzer ausfindig gemacht werden, und so müssen die Behandlungskosten vom Tierheim getragen werden.

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