Hunde bei 70 Grad im Auto: „Hilfe!“. Lebensgefahr / Alptraum für Claudia K.: ÖAMTC war erst nach 90 Minuten vor Ort, um Tiere zu befreien.

Von Sandra Schwarz. Erstellt am 17. Juni 2014 (09:42)
NOEN, Lang
Der Rettungshund der jungen Marcheggerin Claudia K. musste selbst gerettet werden: Der ÖAMTC brauchte satte 90 Minuten, um vor Ort zu sein und den Schäferhund Chaster aus dem Auto zu befreien.

Eigentlich wollte Claudia K. ihren Rettungshund, den 6-jährigen Schäfer Chaster, und den Mischling ihrer Eltern nur beim Tierarzt impfen lassen. Doch dann wurde der schlimmste Alptraum für die 30-jährige Marcheggerin bittere Realität. „Als ich die Hunde ins Auto gepackt habe und die Tür ins Schloss fiel, wurde mir plötzlich bewusst, dass ich den Autoschlüssel auf die Hundebox gelegt habe“, berichtet Claudia K.

Da sich die beiden Vierbeiner in der Mittagshitze im Fahrzeug in akuter Lebensgefahr befanden und eine 12-jährige Mitgliedschaft beim ÖAMTC besteht, wurde dieser zur Hilfe gerufen.

Aus dem Versprechen, gleich ein Auto loszuschicken, wurden letztlich 90 Minuten voller Bangen und Hoffen. „Es war ein Kampf gegen die Zeit und auf Anraten der Freiwilligen Feuerwehr Untersiebenbrunn stellte uns die Tierärztin ihren Gartenschlauch zur Verfügung, mit dem wir das Auto die ganze Zeit kühlten.“ In der Zwischenzeit fragte die besorgte Hundebesitzerin mehrmals telefonisch beim ÖAMTC nach, wann dieser nun eintreffe. Immer wieder wurde sie vertröstet.

ÖAMTC: „An diesem Tag gab es viele Notfälle“ 

ÖAMTC-Sprecherin Yvonne Wachholder erklärt die Umstände: „An diesem Tag gab es um 30 Prozent mehr Einsätze als an anderen Sommertagen. Der Fall wurde zwar mit der höchsten Priorität eingestuft, doch es gab mehrere Notfälle zur selben Zeit.“ Dazu zählen – so Wachholder – Situationen, in denen sich Kinder oder erkrankte Personen in Autos befinden.

Als der ÖAMTC schließlich in Marchegg eintraf, wurden die Tiere innerhalb von sieben Minuten aus dem Pkw befreit, so die ÖAMTC-Sprecherin. Die Hunde wurden sofort von der Tierärztin versorgt. Um sich bei Claudia K. zu entschuldigen, übernimmt der ÖAMTC die Tierarztkosten und stellt der Marcheggerin sowie ihrem Chaster einen Monat lang Hundefutter zur Verfügung.