Warten hat ein Ende: Gänserndorfer Covid-19-Impfstraße kommt

Das Problem, dass der Bezirk kein Impfzentrum hat, wird jetzt zumindest temporär gelöst: Den Stich gibt’s bald in der Stadthalle.

Erstellt am 19. November 2021 | 14:57
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Die Impfstraße in der Gänserndorfer Stadthalle kehrt zurück.
Foto: NÖN

Zuletzt gab es einige verärgerte Mitbürger am NÖN-Telefon, die nicht verstehen wollten, warum es im Bezirk Gänserndorf kein Corona-Impfzentrum – so wie früher in Haringsee – gibt. Jetzt wird dieses Problem zumindest temporär gelöst: In der Gänserndorfer Stadthalle entsteht eine sogenannte Pop-up-Impfstraße.

Am 28. November bzw. am 4. und 5. Dezember wird hier jeweils von 10 bis 15 Uhr mit BioNTech und Moderna geimpft. Für Kinder unter 12 Jahren gibt es eine eigene „Kinderstraße“. Anmeldung ist keine erforderlich. Weitere Termine sind in Planung.

ÖVP-Bürgermeister Landtagsabgeordneter René Lobner zeigt sich zufrieden: „Es freut mich, dass wir dieses Service in der Gänserndorfer Stadthalle organisieren konnten. Daneben ist natürlich auch der Impfbus weiterhin in den Gemeinden des Bezirks unterwegs.“

Dieser machte kürzlich am OMV-Parkplatz in Gänserndorf Halt. Geschätzte 1.000 Menschen wollten sich ein Serum holen. Etwa die Hälfte verlor aufgrund der extrem langen Wartezeit die Nerven und fuhr ungeimpft wieder heim. Der ehemalige SPÖ-Vizebürgermeister Robert Pintz hatte das Schauspiel vor Ort beobachtet: „Meine Frau und ich kamen schneller dran, weil sie im Rollstuhl sitzt. Sonst hätten wir locker drei Stunden warten müssen.“

Pintz weiter: „Wer sich beim Hausarzt in Gänserndorf für eine Corona-Impfung anmeldet, muss Monate auf den Stich warten. Das ist doch ein Witz. Da sollen wir uns alle schnell impfen und testen lassen, aber es gibt die Möglichkeiten dazu nicht.“ Bei der Apotheke auf der Bahnstraße stünden die Menschen für einen PCR-Test zwei Stunden lang angestellt. „Und das Ganze in einem der größten Bezirke des Landes“, ärgert sich der einstige SPÖ-Politiker.