Alte Granate bei Bahndamm entdeckt. Erneut tauchte ein gefährliches Überbleibsel aus dem Zweiten Weltkrieg auf und musste von Experten entfernt werden.

Erstellt am 01. Mai 2018 (16:20)
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Eine schwere Artillerie-Granate aus dem Zweiten Weltkrieg wurde in Jedenspeigen gefunden.

Nur 40 Meter vom Bahndamm entfernt wurde am Freitag eine schwere russische Artillerie-Granate freigelegt und geborgen. Diese lag in etwa 70 Zentimeter Tiefe – „erstaunlich, wenn man weiß, dass die Einschlagtiefe zu Kriegszeiten zwischen 1,5 und 2 Metern lag“, so Andreas Herrmann (EOR Kampfmittelortung & Bergung).

„Aufgrund des entsicherten hochempfindlichen Zünders war die Gefahr einer Detonation bei einem Transport zu hoch, sodass sie gleich vor Ort gesprengt werden musste“, erläutert Herrmann.

Schon oft bargen Andreas Herrmann und sein Team scharfe Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg im Bezirk (die NÖN berichtete jeweils). Ein Grund mehr für Herrmann, sich noch einmal an die Bevölkerung zu wenden: „Wir können nur nochmals an die Landwirte im Marchfeld appellieren: Lasst eure Acker absuchen, vor allem dann, wenn ihr bereits Munition oder Splitter festgestellt habt.“ Scheinlösungen wie der Verzicht darauf, den Untergrund zu lockern, seien trügerisch, da die Granaten auch schon in 30 Zentimetern Tiefe auftauchen könnten.