Wie geht’s den Senioren?. Obfrau des Seniorenbunds Jedenspeigen berichtet, welche Ängsteund Sorgen die ältere Bevölkerung quälen. Und: Einige Mitglieder wurden bereits geimpft.

Von Vera Coursolle. Erstellt am 21. März 2021 (04:54)
Gerti Hofstetter mit einigen Mitgliedern des Seniorenbundes Jedenspeigen, als Treffen noch ohne Abstand und Maske möglich waren.
privat, privat

Wie geht es eigentlich der älteren Generation seit Beginn der Pandemie? Ist sie einsam? Wie ist es um die Impfbereitschaft bestellt? Die NÖN sprach mit Gertrude Hofstetter, Obfrau des Seniorenbunds Jedenspeigen. Der Verein zählt insgesamt 158 Mitglieder.

„Die Einsamkeit ist schon sehr erdrückend. Manche meiner Senioren rufen mich oft an, sie betonen, dass ihnen alles so abgeht und wie schön es war“, berichtet Hofstetter sichtlich zerknirscht.

Wie schaut es mit der Impfbereitschaft aus? „Mir ist niemand bekannt, der sich nicht impfen lassen will – trotz der in den Medien zirkulierenden Behauptungen von Impfgegnern, die immer wieder verunsichern“, so Hofstetter weiter. Der Tenor der Senioren sei, dass man möglichst rasch wieder ein normales Leben führen wolle.

„Nur die Laien und Querulanten, die keine Ahnung haben, sind gegen eine Impfung“, hört man von den Senioren. Für die Anmeldung zur Immunisierung bot Hofstetter ihre Hilfe an und schrieb allen Mitgliedern ein E-Mail: „Manche sind mit dem Internet nämlich nicht so recht vertraut“, berichtet sie.

30 Mitglieder hätten um Hilfe gebeten, zehn seien mittlerweile einmal geimpft – es handelt sich dabei um Menschen, die einer besonders vulnerablen Gruppe angehören. Verimpft wurden die Seren von Pfizer und von AstraZeneca. Kam es zu Nebenwirkungen? „Bei einer geimpften Person traten Fieber und Schüttelfrost auf, die Beschwerden dauerten aber nur einen Tag“, informiert Hofstetter.

Ein Freibrief sei aber auch das Impfen nicht, zitiert sie den Arzt Adel Shahram, der die Impfungen in Hohenau durchführt. Man solle sich trotzdem wöchentlich testen lassen und auch weiterhin Maske tragen, denn auch wenn man sich nachher schwer anstecken kann, könnte man das Virus an andere weitergeben. Hofstetter abschließend: „Die Senioren sind aber sehr diszipliniert und halten sich an die Regeln. Bisher gab es in der Gruppe keine mit dem Virus erkrankten Personen.“ Testen lassen sich die meisten regelmäßig.