Jimmy Schlager: „Ging nicht im Streit“. Sommerszene / Der musikalische Leiter wurde von Günter Schweitzer abgelöst. „Aber nur, weil ich zu wenig Zeit habe“, betont Schlager.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 07. Mai 2014 (08:00)
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Jimmy Schlager: „Ich stehe der Sommerszene weiterhin als Berater zur Verfügung.“Schindler
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Wie berichtet, wird „Weinviertel-Barde“ Jimmy Schlager bei der kommenden Sommerszene nicht mehr als musikalischer Leiter fungieren. Seine Funktion übernimmt Fotograf, Sänger und Schauspieler Günter Schweitzer, im Hauptberuf Polizist in Wien. Böse Zungen behaupten, dass hinter den Kulissen heftig gestritten wurde, was schließlich zum Ausscheiden von Schlager geführt haben soll. Der dementiert die Gerüchte.

Er stehe nach wie vor hinter der Sommerszene und dem Verein KiG (Kultur in Gänserndorf) um Obmann Wolfgang Lehner, der das alljährliche Musik-Event im Kulturhausgarten organisiert. Schlager: „Es gab überhaupt keinen Streit. Ich ziehe mich nur deshalb zurück, weil ich für diese Funktion einfach keine Zeit mehr habe.“

Gerade im Sommer habe der Musiker so gut wie jedes Wochenende Konzertauftritte mit seiner Band: „Das ist mein Job, für den ich bezahlt werde und von dem ich lebe. Den zu vernachlässigen, kann ich mir einfach nicht leisten.“ Bei der Sommerszene habe er wie alle anderen in der Organisation nur eine Aufwandsentschädigung bekommen: „Das reichte gerade, um die Telefon- und Spritkosten abzudecken.“

Schlager macht sich grundsätzlich Sorgen um die Zukunft der Gänserndorfer Sommerszene, die heuer ihr 15-jähriges Jubiläum feiert: „Meiner Meinung nach muss sie sich neu definieren, sonst bleibt sie ewig eine Cover-Band-Veranstaltung. Das Problem ist natürlich das Geld.“ Etwa 100.000 Euro kostet die Sommerszene pro Jahr. Der Großteil der nötigen Finanzmittel kommt von Sponsoren und durch freie Spenden.

„Von der Gemeinde und vom Land gibt es jeweils 7.500 Euro, was relativ wenig ist. Meiner Ansicht nach sollte man künftig Eintritt verlangen. Eintritt muss man schließlich überall bezahlen“, betont Schlager.

Mit den Mehreinnahmen könnte man dann auch teurere Musiker engagieren. „Dann wiederum würde die Sommerszene auch über die Grenzen der Region hinaus bekannt werden und noch mehr Besucher anziehen, die wiederum durch ihre Eintrittsgelder die Erfolgsspirale weiter nach oben drehen“, so der Musiker abschließend.