60 Jahre GasConnect: Drehscheibe Baumgarten. Ein kleines Dorf im Marchfeld hat enorme Bedeutung für die Gasversorgung.

Von Stefan Havranek. Erstellt am 23. September 2019 (16:41)
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Was vor 60 Jahren als Erdgas-Sammelstation für das Gasfeld Zwerndorf gegründet wurde, ist heute so etwas wie der „Nabel der Gas-Welt“. Ein über Jahrzehnte angestiegener Erdgasbedarf in Europa, die zentrale Lage sowie der Einsatz modernster Technik machten Baumgarten zu einer der bedeutendsten Drehscheiben für die europäische Erdgasversorgung.

Beim Festakt zum 60-jährigen Jubiläum der hiesigen Erdgasstation Baumgarten wurde dies von vielen der Redner eindrucksvoll in Zahlen gegossen: Jährlich fließen etwa 40 Milliarden Kubikmeter Erdgas durch die Station Baumgarten, rund 20 Prozent davon (etwa 8,6 Milliarden Kubikmeter) dienen der Versorgung Österreichs. In den letzten 60 Jahren musste die Niederlassung laufend erweitert werden, um dem wachsenden Gasbedarf gerecht zu werden.

In dieser Zeit wurden zentrale Gasleitungen errichtet, bedeutende Lieferverträge mit Gasförderländern abgeschlossen und neue Technologien implementiert. Heute ist Baumgarten ein leistungsfähiger und verlässlicher Verteilknoten für die europäische Gasversorgung und bereit für grünes Gas.

Dass Baumgarten auch in Zukunft eine große Rolle spielen wird, sind sich die Geschäftsführer der Gas Connect Austria, Harald Stindl und Stefan Wagenhofer, sicher: „Gas hat die besten Voraussetzungen als Energieträger der Zukunft. Anders als Strom ist es speicherbar.“ Daniele Gamba und Rudolf Starzer, Geschäftsführer der TAG Gmbh: „Eine moderne und gut ausgebaute Gas-Infrastruktur ist auch in Zukunft unverzichtbar.“ Und VP-Landtagspräsident Karl Wilfing ergänzt: „Dieses kleine Dorf im Marchfeld war früher ein ,Tor durch den Eisernen Vorhang‘ und ist noch immer die Drehscheibe zwischen Ost- und Westeuropa.“

Bei einer anschließenden Podiumsdiskussion besprachen Rainer Seele (CEO OMV), Marco Alvera (CEO SNAM), Christoph Holzer (Managing Director Allianz Capital Partners), Elena Burmistrova (stellvertretende Vorstandsvorsitzende Gazprom) und Ex-EU-Kommissar Andris Piebalgs die Zukunft der Energie. Am Samstag folgte dann ein Tag der offenen Tür.