Keine Gnade für Bäume. Marchegger Spaziergänger empören sich über Schlägerungen in Au-Waldstück. Besitzer des Areals versucht zu beruhigen: „Fällungen sind notwendige Maßnahmen.“

Von Erwin Nußbaum. Erstellt am 30. Dezember 2015 (05:03)
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Die Baumstümpfe als Überreste der »Verkehrssicherungs-Maßnahmen« werden laut WWF nicht entfernt. Zum Ausgleich für die Schlägerungen sollen aber unter anderem Weiden gepflanzt werden.
NOEN, Nußbaum

Zahlreiche Stümpfe gefällter Bäume, Haufen von gesplittertem Holz und tiefe Spuren schwerer Fahrzeuge im schlammigen Waldboden: Dieses unschöne Bild bietet derzeit das stark gelichtete Au-Waldstück kurz nach der Ortsausfahrt Richtung Baumgarten.

Ein Ärgernis für viele Storchstädter, die bei ihren winterlichen Spaziergängen das Waldstück passieren — dieses wird einerseits von der B 49 und auf der anderen Seite von einem Damm-Wanderweg begrenzt.

"Notwendige Verkehrssicherungs-Maßnahmen"

Von eben diesen Bürgern auf das Problem aufmerksam gemacht, hat sich die NÖN nach dem Grund für die Schlägerungsarbeiten erkundigt — verantwortlich dafür ist nämlich ausgerechnet die Umweltschutz-Organisation WWF.

Dort ist man um eine Glättung der Wogen bemüht. „Die Fällungen sind notwendige Verkehrssicherungs-Maßnahmen“, so WWF-Verwalter Gerhard Neuhauser. Dabei habe man vor allem „nicht-standortgerechte“ Baumarten wie die amerikanische Esche und bereits absterbende Bäume entfernt.

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