Fertinger bleibt in Neusiedl an der Zaya. Unternehmensvorstand machte Gerüchten rund um Werksschließung nun endgültig den Garaus: Der Standort wird weitergeführt, stabilisiert und sogar ausgebaut.

Von Kristin Köck. Erstellt am 10. Mai 2017 (03:00)
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Blickten zuversichtlich in die Zukunft: Erwin Siegl, VP-Vizebürgermeister Norbert Schuch, Geschäftsführer Veit Schmid-Schmidsfelden, VP-Bürgermeister Andreas Keller und Klaus Klaus (v.l.).
Köck

Nachdem die Firma Dürr ihren Standort in Zistersdorf geschlossen hatte (die NÖN berichtete), machten sich in Neusiedl Gerüchte breit, dass auch die Firma Fertinger vom hiesigen Standort abwandert und den Betrieb in Wolkersdorf integriert. Nach vielen Spekulationen kam für VP-Bürgermeister Andreas Keller nun aber die erlösende Nachricht.

Die Firma Fertinger bleibt der Gemeinde die nächsten Jahre mit Sicherheit erhalten und der Betrieb soll sogar ausgebaut beziehungsweise stabilisiert werden. „Ich freue mich natürlich sehr über diese positiven Nachrichten“, so Keller. Fertinger sei seit den 80er-Jahren ein wichtiger Bestandteil für die Gemeinde. Früher wurden Sanitärprodukte hergestellt, heute spezialisiert sich die Firma auf Teile für Autoklimaanlagen.

"Sind sehr erfolgreich mit Neusiedler Produkten"

Geschäftsführer Veit Schmid-Schmidsfelden habe mit seinem Team lange über das weitere Vorgehen nachgedacht und begründet die nunmehrige Entscheidung: „Das Team liefert eine tolle Performance, dies ist einer der Hauptgründe für das Bestehen dieses Werks. Wir sind sehr erfolgreich mit den Neusiedler Produkten.“ Jährlich werden 4 Mio. Autos mit Klimaanlagen-Komponenten aus Neusiedl ausgestattet. Zu den Kunden gehören unter anderem VW, Mercedes, Volvo, Tesla oder Renault.

Insgesamt sind im Neusiedler Werk 25 Personen beschäftigt. 2014 gründete die Firma die „Weinviertler Mechatronik Akademie“ und bildet Mechatroniker aus – seit dem Einsatz von Robotern im Werk sei Programmieren nämlich unerlässlich. Keller betonte, dass die künftigen Entwicklungen und Stabilisierungen mehr als positiv für die Gemeinde seien.