Schulbus-Häuschen fehlt: Eltern sauer

Erstellt am 21. August 2021 | 04:43
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Haltestelle
Verena Klöbel bei der Haltestelle Hauptstraße. Bislang fehlten Sicherungsmaßnahmen, es gab kein Wartehäuschen.
Foto: Edith Mauritsch
Bei der Haltestelle Hauptstraße in Klein-Harras fehlt ein Witterungsschutz für die Kinder, die mit dem Schulbus fahren. Dieser soll nun endlich kommen.
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Schon seit Ende März gibt es Diskussionen zwischen den Eltern der Kindergartenkinder und der Gemeinde. Der Grund: Die geänderte Linienführung der Busse und – damit verbunden – das fehlende Wartehäuschen an der Haltestelle Hauptstraße. Nun scheint sich eine Lösung abzuzeichnen: Am Montagmorgen erschienen Bauarbeiter.

Aber der Reihe nach: Beim Kriegerdenkmal steht ein komfortables und modernes Buswartehäuschen, seit der Umstellung der Linienführung ist es allerdings nutzlos. Es wird seither die Haltestelle Hauptstraße angefahren. Für Verena Klöbel eine unhaltbare Situation: „Die Kinder stehen direkt neben der viel befahrenen Straße. Es gibt keinerlei Schutz oder Barrieren. Außerdem sind die Kinder jeglicher Witterung ausgesetzt.“

Schon seit Monaten habe sie Kontakt mit ÖVP-Bürgermeister Stefan Flotz, um eine Lösung des Problems erwirken. Auch die zuständige Polizei-Inspektion wurde von ihr kontaktiert und um verstärke Geschwindigkeitskontrollen gebeten. Die NÖN fragte bei Flotz nach. „Ich habe Anfang Juni den Auftrag erteilt, ein Buswartehäuschen auf der Hauptstraße zu installieren, mit dem klaren Hinweis, dass es vor dem Schulstart fertig sein muss. Die Kinder brauchen Wind- und Wetterschutz“, so der Ortschef.

Am Montag kamen nun Mitarbeiter einer Baufirma. „Ich bin sehr neugierig, wie das dort gehen soll. Das Wartehäuschen müsste entweder am Gehsteig oder im Vorgarten des Anrainers stehen, sonst ist dort nicht wirklich Platz“, ist Klöbel skeptisch.

VOR: „Streckenänderung war notwendig“

Wie seitens des VOR auf Anfrage eines Vaters schon im April mitteilte, war die Änderung der Streckenführung notwendig, da auch Kinder aus Bad Pirawarth in die Schule nach Matzen transportiert werden müssen. Vorher wurde über die L 3031 über Groß-Schweinbarth gefahren. Das sei nicht mehr möglich, da auf dieser Straße eine Wintersperre gelte. Es gebe keine Bewilligung der Konzessionierungsbehörde des Landes, wie der Vater weiters seitens des VOR informiert wurde. Flotz dazu: „Dass die Konzession verweigert wurde, wundert mich bei dem Zustand der Straße nicht. Ich habe gleich für eine Sanierung interveniert.“ Auf Rückfrage der NÖN bestätigte der VOR die Sachlage nochmals.

Für Klöbel, Mutter eines vierjährigen Mädchens, ist das nicht nachvollziehbar: „Die Wintersperre gibt es schon seit Jahren. Wenn schon über Bad Pirawarth gefahren werden muss, hätte der Bus dort umdrehen können. Da ist Fläche genug. Dann könnte man es bei der alten Haltestelle belassen – dort sind die Kinder besser aufgehoben.“ Dort sei keine Wendefläche, für die es aber einer Konzession bedürfe, so das Argument des VOR.

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