Alles KLAR!: Weinviertler Regionen kämpfen für Klima. Sechs KLAR!-Regionen im östlichen Wienviertel stemmen sich gemeinsam gegen den Klimawandel. Mit einer Präsentation im idyllischen phänologischen Garten in Niedersulz wurde der Startschuss für Maßnahmen in den nächsten Monaten und Jahren gesetzt.

Von Edith Mauritsch. Erstellt am 09. Juni 2021 (07:01)
„KLAR!“, dass alle zusammenarbeiten wollen. Die sechs KLAR!-Regionen im östlichen Weinviertel haben es sich zum Ziel gesetzt, auch unter geänderten Klimabedingungen zukunftsfähig und eine Region mit hoher Lebensqualität zu sein.
Usercontent, Edith Mauritsch

Klimawandel-Anpassungsmodelregion – so der etwas sperrige Name oder eben kurz KLAR! Ist ein Förderprogramm vom Klima- und Energiefonds in Kooperation mit dem Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie. Ziel ist es, den Gemeinden und Regionen zu ermöglichen, dem Klimawandel zu begegnen und negative Folgen zu minimieren. Die sechs KLAR!-Regionen Weinviertel Dreiländereck, March-Thaya-Auen, Land um Laa, Leiser Berger, Mistelbach-Wolkersdorf und Südliches Weinviertel gehen dabei gemeinsame Wege. Oder wie Leader-Managerin Christine Filipp es ausdrückt: „Der Klimawandel kennt keine Regionsgrenzen.“
Bereits mit 30. Juni beginnt die Vortragsreihe zur Klimawandelanpassung. Dieser Termin ist online und behandelt das Thema „Was heißt Klimawandel für das Weinviertel?“. In weiterer Folge kommen klimafitte Gärten, Humuserhalt in der Landwirtschaft oder auch die Auswirkungen auf Obst- und Weinbau zur Sprache. Mit Rätselrallyes bis hin zu Workshops soll die Bewusstseinsbildung schon bei den Jüngsten beginnen. „Was die Kinder von der Schule mit nach Hause nehmen, erreicht auch die Eltern“, ist KLAR!-Regionsmanager Benedikt Miksch überzeugt.

Von der humoristischen, allerdings durchaus ernst zu nehmenden Seite wird der Klimawandel durch den Kabarettsommer beleuchtet. Mit Hans-Peter Arzberger konnte ein Künstler aus der Region gewonnen werden. Start des Kabarettreigens ist am 15.7. um 19 Uhr im Meierhof in Groß Schweinbarth.

Plan für die nächsten Jahre

Der Plan zur gemeinsamen Arbeit geht allerdings weit über das heurige Jahr hinaus. An detaillierten Konzepten wird bereits getüftelt. Workshops mit Bevölkerung und Gemeindevertreter bieten dabei die Möglichkeit, ein komplexes Themenfeld von unterschiedlichen Seiten zu beleuchten. Die Krux liegt wie sehr oft im Detail. So berichtet Stadtdirektorin Martine Prükl aus Mistelbach: „Bäume am Straßenrand können nur mit zwei Meter Abstand zur Straße und vier Meter zum nächsten Feld gesetzt werden. Das reduziert die Möglichkeiten gegen null. Hier wird wohl auch vom Gesetzgeber einiges zu tun sein.“