Beim Geld hört Freundschaft auf. Über die Debatte um die Fraktionsförderung in Gänserndorf.

Von Thomas Schindler. Erstellt am 23. September 2020 (05:00)

Die jüngste Sitzung des Stadtparlaments zeigte deutlich, dass die (politische) Freundschaft beim Thema Geld schnell wieder aufhört. In diesem Fall geht es um die rot-grün-pinke „Koalition“, die zuletzt gern mit vereinten Kräften gegen die ÖVP-Bürgermeisterpartei auftrat. Bei der Abstimmung über die künftige Fraktionsförderung war von diesem Kuschelkurs aber nicht viel zu sehen.

Während die Grünen – sie werden in Zukunft 1.600 statt 2.500 Euro erhalten – gegen das neue Fördersystem stimmten, winkten SPÖ und NEOS den schwarzen Antrag durch. Die einst mächtigen Genossen, die bei jeder Wahl seit 2010 Mandate einbüßten und nur noch über neun Sitze verfügen, müssen mittlerweile mit allem zufrieden sein, was man ihnen hinwirft (3.600 statt 4.900 e). Und die Ein-Mann-Fraktion der NEOS ist mit 400 Euro sowieso zufrieden. Offiziell heißt es natürlich, dass Rot und Pink das neue Fördersystem als gerecht empfinden – damit sind sie übrigens auch auf Linie der ÖVP.